IoT-Projekte durchführen: In 8 Schritten zum Erfolg

Digitales Business

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Datum 09.11.2020
Lesezeit 7 Min.

IoT-Projekte durchführen: In 8 Schritten zum Erfolg

Wer ein Projekt im Bereich des Internet of Things (IoT) plant, kommt um eine sorgfältige Vorbereitung nicht herum. Doch auch während der Durchführung solcher Vorhaben gilt es, typische Fallstricke zu vermeiden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die neuen Möglichkeiten zielgerichtet nutzen und Ihr Projekt schrittweise zum Erfolg führen.


Losgröße „Eins” in der Produktion, der Aufbau einer Smart Factory oder der Einsatz von IoT-Unterstützung im direkten Kundenkontakt: Ganz gleich, welches Ziel Sie mit dem Einsatz von intelligenter Gerätevernetzung verfolgen, Sie sollten zielgerichtet und möglichst schrittweise vorgehen.

Nur wer die wesentlichen Aspekte eines Projekts schon im Vorfeld berücksichtigt, kann auf eine problemlose Umsetzung hoffen. Und am Ende winken nicht nur die Abkehr von veralteten, analogen Prozessen – attraktive Rendite-Zuwächse im Kerngeschäft und völlig neue Geschäftsfelder sind häufig die Folge erfolgreich umgesetzter IoT-Vorhaben.

Das Internet der Dinge ist ein weites Feld

Grundsätzlich betrifft das Themenfeld „Internet der Dinge” weit mehr als nur die Vernetzung einzelner Maschinen oder Geräte. Dementsprechend haben IoT-Vorhaben sehr unterschiedliche Größenordnungen. Auch die Komplexität eines IoT-Projektes wird von ganz verschiedenen Faktoren bestimmt. In einem einfachen Fall wollen Sie vielleicht lediglich eine intelligente Türsteuerung mit Kamerafunktionen einsetzen. – Deutlich schwieriger und arbeitsintensiver wird es, wenn ganze Produktionsstandorte in Industrieunternehmen digitalisiert und „smart” gemacht werden sollen.

Entsprechendes gilt auch für unsere Umsetzungs-Tipps in Form von Arbeitsschritten: Bei kleinen Projekten sind manche Schritte vielleicht trivial und schnell erledigt. Bei Großprojekten kann dagegen so mancher Planungsschritt auch mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Wie Sie innerhalb von nur 30 Tagen von der Idee zum fertigen Produkt gelangen, verrät Robert Jänisch, CEO der IOX GmbH im aktuellen „Digitale Vorreiter”-Podcast mit Christoph Burseg. Gemäß dem Motto „Make things, not slides!” erfahren Sie, wie die IoT-Profis aus Düsseldorf an komplexe Projektvorhaben herangehen und diese mit Ihnen gemeinsam in kürzester Zeit zur Marktreife bringen.

 

Schritt #1: Legen Sie Art, Ziel und Umfang des Projekts fest

Zunächst einmal sollten Sie genau bestimmen, welche Ziele Ihr IoT-Projekt haben soll. Wie wirkt es sich intern und extern aus und welche Erleichterungen oder Verbesserungen versprechen Sie sich davon? Geht es darum, hausinterne Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten? Oder wollen Sie Ihren Kunden besondere Produkte oder Dienstleistungen bieten, die diese inzwischen mehr und mehr fordern?

Welche konkrete IoT-Architektur, welche IoT-Geräte und welche Software-Infrastruktur (Cloud, On-Premise, Stand-Alone) erforderlich sind, richtet sich in erster Linie nach dieser Fragestellung. 

 

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Schritt #2: Finden Sie interne Experten – oder binden Sie frühzeitig externe Partner in Ihr Projekt ein

Nicht jedes Unternehmen verfügt über das hausinterne Know-How, um derartige Vorhaben zeitnah, gesetzeskonform und mit dem gewünschten Ergebnis umzusetzen. Hier kann es sinnvoll sein, mit Experten wie Vodafone zusammenzuarbeiten, die bereits umfangreiche Erfahrung mit Gerätevernetzung, komplexen Vorhaben und Konnektivität haben.

 

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Schritt #3: Standards gehen vor Eigenentwicklungen

Auch wenn es verlockend klingt: Eine Eigenentwicklung ist zwar freier plan- und konfigurierbar als eine Lösung „von der Stange”. Sie birgt aber große Risiken, was die Kompatibilität und Zukunftsfähigkeit angeht. Prüfen Sie also genau, ob es bereits vorhandene IoT-Angebote im Hardware- und Softwarebereich gibt, die Ihre Projektanforderungen genauso gut und obendrein schneller erfüllen können als eine aufwändige Eigenentwicklung. Diese ist häufig von Einzelpersonen abhängig, und wenn diese ausfallen oder das Unternehmen verlassen, liegt möglicherweise die ganze Lösung brach. 

Sofern Sie also bereits eine bestimmte Lösung „im Visier” haben, oder diese im aktuellen Schritt identifiziert haben, besprechen Sie am besten mit Ihrem Umsetzungspartner, ob er hiermit arbeiten kann – oder warum dies eventuell nicht sinnvoll ist.

Schritt #4: Entwickeln Sie schon vorab das Geschäftsmodell

Welches geschäftliche Ziel wird konkret mit dem Einsatz von IoT-Technologie verfolgt? Hier müssen betriebswirtschaftliche Überlegungen und Machbarkeitsanalysen von technischer Seite miteinander in Einklang gebracht werden. Nicht alles Machbare ist ökonomisch sinnvoll – und nicht alles, was große Renditen verspricht, ist technisch mit endlichem Aufwand (und somit Kosten) umsetzbar.

Behalten Sie hierbei sowohl kurzfristige Geschäftspotenziale, als auch die langfristigen Auswirkungen einer modernen Infrastruktur im Blick.

Schritt #5: Legen Sie Regeln für das Projektmanagement fest

Nachdem die betriebswirtschaftliche mit der technischen Seite in Einklang gebracht wurde, brauchen Sie einen oder mehrere Projektverantwortliche. Denken Sie daran, dass IoT-Vorhaben oft wesentliche Auswirkungen auf den Gesamtbetrieb des Unternehmens haben. Machen Sie das Vorhaben also zur Chefsache, koordinieren Sie es zentral und geben Sie dem Projekt-Team entsprechend weitreichende Befugnisse zur Umsetzung.

Schritt #6: Adressieren Sie Sicherheitsrisiken und -bedenken bereits im Vorfeld

Wenn es um die Vernetzung von Geräten und die Datenübertragung zwischen lokalen Systemen und der Cloud geht, kommen schnell Sicherheitsaspekte ins Spiel. Damit ist auch die DSGVO-Konformität gemeint, nach der unter anderem keine Daten ohne Zustimmung der Kunden personenbezogen erhoben oder verarbeitet werden dürfen Mindestens genauso wichtig ist es, eine hohe Sicherheit gegen mögliche Hackerangriffe einzuplanen.

Dementsprechend sollte Ihr IoT-Partner bereits ein passendes Sicherheitskonzept mit in die Anfangsüberlegungen einbringen – oder dieses zumindest Bestandteil Ihrer hauseigenen Projektbeschreibung sein.

Schritt #7: Nehmen Sie die beteiligten Mitarbeiter mit ins Boot

Wie bereits erwähnt, wirken sich die meisten IoT-Vorhaben nicht nur auf einzelne Teilbereiche, sondern auf das gesamte Unternehmen aus. Dementsprechend sollten Sie mögliche Bedenken, Unsicherheiten und Wissenslücken innerhalb des Unternehmens ernst nehmen – und ein Konzept haben, wie Sie diese ausräumen.

Dies kann sowohl im Rahmen von Schulungen geschehen als auch durch neu geschaffene Rollen und Zuständigkeiten im Unternehmen. Im Idealfall kennen Ihre Mitarbeiter die neue IoT-Infrastruktur so genau, dass sie deren Vorteile problemlos auch gegenüber Kunden erklären können.

Schritt #8: Starten Sie zunächst klein und bauen Sie dann das große Ganze

Nachdem die wichtigsten Schritte in der Vorbereitung getan sind, geht es an die Umsetzung. Hierbei gilt: Auch die sorgfältigste Planung kann Schwachstellen haben. Ganz im Sinne agilen Projektmanagements sollten Sie also zunächst klein anfangen, erste Prototypen realisieren und diese einbinden. Testen Sie, ob alles funktioniert und erweitern Sie das Projekt dann nach und nach.

Die Frage, ob ein Projektabschnitt erfolgreich ist, richtet sich dabei nicht nur nach dessen technischer Funktionalität, sondern auch danach, ob die geplante Lösung

  • wirtschaftlich weiterhin im Budget-Rahmen liegt,
  • von allen Beteiligten bedienbar ist,
  • alle betroffenen Abteilungen mit dem aktuellen Schritt zufrieden sind,
  • der gesteckte Zeitrahmen eingehalten werden kann und
  • die Lösung auch weiterhin den gewünschten Mehrwert verspricht.

Hier lohnt es sich also, gegebenenfalls frühzeitig nachzusteuern – und so am Ende teure Lösungen zu vermeiden, die am Ende irgendeinem wichtigen Kriterium nicht (mehr) entsprechen.

 

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Vor dem nächsten IoT-Projekt: Nehmen Sie sich Zeit für die Bestandsaufnahme

Sie haben Ihr erstes IoT-Projekt erfolgreich umgesetzt und sind mit den Ergebnissen soweit zufrieden? Dann nehmen Sie sich ein wenig Zeit und rekapitulieren Sie: 

  • Was lief besonders gut? 
  • Wo gab es Probleme?
  • Konnte der Kostenrahmen eingehalten werden?
  • Sind ROI-Auswirkungen spürbar?
  • Welche Auswirkungen hat die Lösung jeweils auf welche Geschäftsbereiche?
  • Konnten Sie bereits neue Geschäftsmodelle und Umsatzquellen erschließen und wo liegen diese?
  • Welche Vorhaben lassen sich noch mit IoT-Unterstützung realisieren?

Übrigens: Mit Vodafone haben Sie einen starken Partner sowohl für die Planung, die Umsetzung, als auch für die spätere Evaluierung Ihrer IoT-Projekte aus einer Hand an Ihrer Seite. Sprechen Sie uns an!

Im aktuellen IoT Spotlight Report erfahren Sie noch mehr darüber, wie Sie Ihre Digitalstrategie mit dem Internet of Things optimieren, IoT-Projekte beschleunigen und die Risiken bei der Implementierung minimieren. Hier geht es direkt zum Download des IoT Reports 2020.

 

Inwieweit unterscheiden sich aus Ihrer Sicht IoT-Projekte von klassischen IT-Vorhaben? Was wird Ihr nächster Beitrag zur „New Industry”? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

 


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