LinkedIn Ads: So gelingt Werbung im beliebten Business-Netzwerk

Digitales Business

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Datum 29.04.2021
Lesezeit 7 Min.

LinkedIn Ads: So gelingt Werbung im beliebten Business-Netzwerk

Mithilfe von LinkedIn Ads (oder auf Deutsch: LinkedIn-Kampagnen) schalten Sie Werbung auf der beliebten, international ausgerichteten Business-Plattform. Gerade international agierende Unternehmen profitieren von äußerst effizienter Zielgruppenansprache mit geringen Streuverlusten, hochwertigen Leads und aus einer Hand. Wie LinkedIn Ads funktionieren, welche Werbeformate es gibt und was Sie sonst noch über Werbung im B2B-Umfeld wissen sollten, erfahren Sie hier. 

Neben Text- und Bannerwerbung können Sie bei LinkedIn auch Video- und sogenannte Karussell-Werbeanzeigen als Bilderstrecken schalten. Die Formate unterscheiden sich teils deutlich, sowohl was die Bepreisung, als auch die jeweilige Zielgruppe angeht. Doch wie gelingt überhaupt der Einstieg in die LinkedIn-Werbewelt? Was gilt es zu beachten, wenn Sie erfolgreiche Kampagnen aufsetzen wollen? Unser Leitfaden klärt auf.

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LinkedIn Ads und Marketing Solutions: Das steckt dahinter 

Zentraler Dreh- und Angelpunkt Ihrer Werbeaktivitäten auf LinkedIn ist der LinkedIn-Campaign-(Kampagnen)-Manager. Nach Aussagen der beliebten Business-Plattform erreichen Sie über ihn potenziell mehr als 690 Millionen Fach- und Führungskräfte gezielt nach Kriterien wie Position, Branche und „Nähe” zu Ihrem Unternehmen.

Im Gegensatz zu Facebook, Instagram und Co. geht es bei LinkedIn jedoch vor allem um den Business-Kontext. Speziell für B2B-Vermarkter ist das dortige Werbe-Angebot somit interessant – denn LinkedIn ist längst weit mehr als ein reines Lebenslauf-Portal für die persönliche Karriereleiter. Und während beispielsweise XING vor allem im deutschsprachigen Raum stark ist, agieren Sie mit LinkedIn bei Bedarf weltweit und führen gezielte Ansprachen im weltgrößten Social Network für Geschäftskunden durch. Doch auch im deutschsprachigen Raum holt LinkedIn mächtig auf und liegt nur noch knapp hinter XING, was die Zahl der Nutzer angeht.

 

Die Targeting-Möglichkeiten bei LinkedIn Ads

Wenn es um den Erfolg einer Werbekampagne geht, ist natürlich das Targeting von entscheidender Bedeutung. Hier wirbt LinkedIn mit verschiedenen Kategorien und Aspekten:

  • Unternehmensbasiertes Targeting: Indem Sie Ihr Angebot mit Zielunternehmen aus mehr als 13 Millionen Unternehmensseiten zusammenbringen, sprechen Sie genau die Firmen und Entscheider an, die sich für Ihre Produkte interessieren könnten.
  • Kontaktbasiertes Targeting: Laden Sie eine Kontaktliste hoch oder nutzen Sie Schnittstellen zu Ihrem CRM-System, um sowohl Leads als auch Bestandskunden gezielt zu erreichen.
  • Retargeting: Potenzielle Kunden, die Ihre Marke schon kennen, kaufen mit höherer Wahrscheinlichkeit bei Ihnen ein. Sogenannte Retargeting-Mechanismen bei LinkedIn helfen dabei, diese gezielt aufzuspüren.
  • Kategoriebezogenes Targeting: Geben Sie beispielsweise Berufsbezeichnungen, sowie bestimmte Unternehmens- oder Branchenmerkmale an, die zu Ihrer Zielgruppe gehören.
  • Matched Audiences: Erreichen Sie gezielt Kontakte ersten, zweiten oder dritten Grades über Ihre eigene Kontaktliste oder die Ihrer Kontakte.

 




Video: YouTube / LinkedIn

 

Der LinkedIn-Kampagnen-Manager: In fünf Schritten zur Werbekampagne

Der LinkedIn-Kampagnen-Manager bietet ein einfach bedienbares Schritt-für-Schritt-System zur Kampagnenerstellung:

1. Welche Ziele verfolgt Ihre Kampagne?

Um was geht es Ihnen? Möchten Sie Markenaufmerksamkeit („Awareness”) schaffen, Besucher auf Ihre Webseite locken oder vielleicht auf bestimmte Videos aufmerksam machen („Consideration”)? Oder geht es um „Conversions”-Ziele wie die direkte Lead-Generierung oder möglichst qualifizierte Bewerber für offene Stellen? Geben Sie im ersten Schritt zunächst an, ob Sie vor allem Impressionen (Werbeeinblendungen), Klicks auf Ihr Angebot oder beispielsweise Videoaufrufe steigern möchten.

 

Screenshot der LinkedIn-Kampagnenziel-Auswahl

Bei LinkedIn haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Kampagnen-Zielen.

2. Wer soll Ihre Anzeigen sehen?

Hier können Sie detailliert festlegen, welche Zielgruppe Sie im Visier haben. Bestimmen Sie neben der gewünschten Unternehmensgröße auf Wunsch sogar dessen Namen, passende Mitgliederinteressen, Gruppen, in denen sich LinkedIn-Mitglieder registriert haben, Jobbezeichnungen, Karrierestufen und vieles mehr. Die Anzeige wird je nachdem, was Sie hier angeben, nur dieser Art von Mitgliedern angezeigt.

3. Wie soll Ihre Anzeige aussehen?

Werbung kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise dargestellt werden. Sie haben hier die Wahl, ob Ihre Anzeige im Newsfeed Ihrer Zielgruppe eingeblendet wird („Sponsored Content”), als Nachricht („InMail”) direkt an potenzielle Kunden geht oder auf der LinkedIn-Startseite Ihrer Zielgruppe erscheint. Sie können die Werbebotschaft dabei sowohl in reiner Textform, als auch mit Bildern und interaktiven Elementen angereichert platzieren. Voraussetzung für den sogenannten „Sponsored Content” ist allerdings, dass Sie bereits über ein eigenes LinkedIn-Unternehmensprofil verfügen.

4. Welches Budget soll Ihre Kampagne erhalten und wie soll sie abgerechnet werden?

Nun geht es darum, festzulegen, auf welche Art Ihre Anzeige abgerechnet werden soll. Ähnlich wie bei Google Ads legen Sie hier ein Mindestgebot und ein Budget für Ihre Kampagne fest. Der LinkedIn-Kampagnen-Manager versucht dann, Ihre Anzeige automatisiert möglichst erfolgreich für Sie auszuspielen. Dabei gibt es verschiedene Methoden der Abrechnung:

  • CPC („Cost per Click”, Klickpreis): Sie bezahlen immer dann einen bestimmten Betrag, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Das ist besonders bei Traffic-Anzeigen, der Leadgenerierung oder Event-Promotion sinnvoll.
  • CPM („Cost per Mille”, Tausenderkontaktpreis): Geht es hingegen um Ihre Markenwahrnehmung und Sie wollen Ihre Kampagne eher breit streuen, kann eine Tausenderkontakt-Anzeige sinnvoll sein. Hier zahlen Sie einen Betrag pro 1.000 Einblendungen.
  • CPS („Cost per Send”, Sendepreis): Diese Art der Abrechnung ist für Direktnachrichten gedacht. Personen, mit denen Sie in LinkedIn nicht direkt verbunden sind, können Sie normalerweise erst nach erfolgreicher Vernetzung eine Nachricht schicken – oder gegen den hier festgelegten Betrag. Die Abrechnung erfolgt, sofern die Nachricht erfolgreich zugestellt werden konnte.

5. Wie können Sie Ihre Kampagne optimieren?

Nachdem Sie Ihre Kampagne gestartet haben, laufen erste Informationen über Impressionen, Klicks und andere Parameter im Kampagnen-Manager ein. Diese können Sie nun in einem Dashboard anzeigen lassen und Ihre Kampagne fortlaufend optimieren.

 

Screenshot der Auswertung im LinkedIn-Kampagnen-Manager

Nach dem Start Ihrer Kampagnen können Sie deren Performance mitverfolgen und optimieren.

 

Noch ein Tipp: Sofern Sie die Performance Ihrer Kampagnen auch in Ihren internen Systemen auswerten wollen, sollten Sie in Ihren Anzeigen sogenannte URL-Tracking-Codes (sogenannte UTM-Parameter) verwenden. Diese erlauben Ihnen im Idealfall später eine klare Zuordnung zwischen eingehenden Klicks und späteren Kunden und helfen so dabei, die optimale Kampagnenstruktur für Ihre Ziele zu finden.

Wie Social-Media-Werbung insgesamt funktioniert und auf was Sie bezüglich der Ansprache auch bei LinkedIn achten sollten, erfahren Sie bei uns an anderer Stelle.

 




Video: YouTube / MyTeachingHero

 

Ads bei LinkedIn schalten: Das sind die Vorteile

Wie bereits erwähnt, ist LinkedIn vor allem für B2B-Vermarkter und Unternehmen mit freien Stellen interessant. Dadurch, dass das soziale Business-Netzwerk sehr tiefgreifende Informationen über den Aufenthaltsort, Bildungsgang und die Kontakte seiner angemeldeten Nutzer besitzt, lässt sich Werbung extrem zielgerichtet ausspielen. Das minimiert auf Ihrer Seite Streuverluste und bewirkt, dass die Generierung qualifizierter Leads möglicherweise günstiger gelingt, als dies vielleicht anderswo der Fall wäre.

Eine weitere Besonderheit bei LinkedIn ist, dass Sie die mögliche Anzeigenreichweite für ein bestimmtes Budget und Ihre Zielgruppe bereits detailliert einsehen können, bevor Sie überhaupt Geld investiert haben. Außerdem erreichen Sie mögliche Kunden nicht im privaten, sondern im business-orientierten Kontext. Das heißt, sie befinden sich, wenn sie Ihre Werbung sehen, in einem Kontext, wo diese sich ohnehin gerade über aktuelle Trends, Branchen-News und Zukunftsthemen informieren.

Mit Videoanzeigen, die es erst seit einiger Zeit auf LinkedIn gibt, haben Sie zudem die Möglichkeit, auch audiovisuelle Botschaften zielgerichtet auszuspielen und so vor allem Ihr Image zu verbessern oder auf neue Produkte hinzuweisen, die sich am Besten mit Bewegtbildern vermarkten lassen.

 




Video: YouTube / morefire Online Marketing

 

An anderer Stelle bei featured Business erfahren Sie detailliert, wie Sie mit Hilfe von XING & LinkedIn Ihr Recruiting optimieren und digitale Kontaktpflege betreiben.

 

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Werbung auf LinkedIn gemacht? Gibt es Tipps, die Sie mit unseren Lesern teilen möchten? Wir sind gespannt auf Ihren Erfahrungsbericht.

 


Alexander Stati
Binasa Gicic
Carlo Kramer
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