Eine effizientere IT durch individuelle Public Cloud-Lösungen

Digitales Business

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Datum 18.05.2022
Lesezeit 7 Min.

Eine effizientere IT durch individuelle Public Cloud-Lösungen

Cloud Computing ist heute nicht mehr aus dem Alltag von Unternehmen wegzudenken. Die beste Zugänglichkeit für Daten und Anwendungen bietet dabei die Public Cloud, da sie abstrahierte IT-Strukturen durch das öffentliche Internet verfügbar macht. Investitionen in eigene Server- und Rechenzentren werden damit für Unternehmen weitgehend überflüssig. Doch welche Services bietet eine Public Cloud konkret und wie nutzen Sie diese besonders effizient?

Mehr als 80% der Unternehmen in Deutschland nutzen bereits Cloud Computing. In diesem Zusammenhang hat auch das Angebot an Public-Cloud-Lösungen in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Nicht zuletzt durch die veränderten Arbeitsprozesse durch „New Work“ wird es immer wichtiger, IT-Strukturen für eine dezentrale Zusammenarbeit zu schaffen. Vom einfachen Cloud-Speicher bis hin zur Buchung von Rechenleistung, Anwendungsumgebungen oder Microservices kann die Cloud alles abbilden.

Wie erklären Ihnen, wie eine Public Cloud aufgebaut ist und welche Services sie konkret bietet. Wichtig ist ebenfalls zu wissen, wo die Unterschiede zu anderen Cloud-Angeboten wie der Private- und der Hybrid Cloud liegen. Daneben zeigen wir auf, welche Herausforderungen Sie bewältigen müssen, wenn Sie künftig mit einer Public-Cloud-Lösung arbeiten möchten.

 

Was ist eine Public Cloud?

Die meisten Unternehmen haben in der Vergangenheit ihre Hardware und Software vor Ort in einem eigenen Rechenzentrum betrieben („On-Premises”). Dies ist nicht mehr notwendig, denn die verschiedenen Public-Cloud-Modelle verlagern auf Wunsch sämtliche IT-Komponenten in die Datenwolke.

Eine Public Cloud stellt Services über das öffentlich zugängliche Internet zur Verfügung. Es handelt sich also nicht um einen abgeschlossenen Raum (wie zum Beispiel die Private Cloud), auf den nur die Mitarbeiter:innen eines Unternehmens intern zugreifen können. Natürlich bedeutet das nicht, dass alle Nutzer:innen des Internets automatisch Zugang zu den Daten einer Public Cloud haben. Verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel Passwortabfrage oder Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen die Daten vor unbefugtem Zugriff.

Während der Austausch von Daten sowie die gemeinsame Arbeit an Dateien und ganzen Unternehmensprojekten früher allenfalls im lokalen Firmennetzwerk erfolgte, erleichtert eine Public Cloud diese Prozesse erheblich: Mitarbeiter:innen an Unternehmensrechnern, im Home-Office oder auf Geschäftsreise greifen gleichermaßen auf die Daten in der Cloud zu und können sich mit ihren Kolleg:innen abstimmen (zum Beispiel auf Basis einer Unified-Communications-Plattform).

Dabei spielt es keine Rolle, von welchem Gerät aus dies geschieht, denn die meisten Public Cloud-Angebote enthalten sowohl einen Desktop- oder Browser-Client als auch eine App für den Zugang durch Mobilgeräte. Kund:innen oder andere Gäste können nach Freigabe ebenfalls Zugriff auf Daten oder ganze Anwendungsbereiche erhalten und somit leichter an Geschäftsprozessen teilhaben, falls dies nötig ist.

Video: YouTube / the native web GmbH

 

Wie funktioniert eine Public Cloud?

Die Public Cloud ist über öffentliche Netzwerkstrukturen erreichbar und erweitert die IT von Unternehmen um eine virtualisierte Umgebung. Die Cloud-Anbieter hosten je nach Servicemodell unterschiedliche Bereiche auf virtuellen Servern. Dort stehen die je nach Anforderung des Unternehmens gebuchten Ressourcen zur Verfügung und stellen sie für berechtigte Nutzer:innen („Mandanten”) bereit.

Die Public Cloud wird also als gemeinsame Ressource von vielen unterschiedlichen Anwender:innen genutzt. Deren Daten müssen allerdings hermetisch voneinander abgeschirmt sein und dürfen anderen Kunden nicht zur Verfügung stehen. Zudem darf die Performance einer einzelnen Cloud-Umgebung keine Auswirkungen auf andere haben. Diese Trennung erfolgt durch die Virtualisierung der Umgebungen, die von Anbietern in manchen Fällen aber auch hardware- oder anwendungsseitig umgesetzt wird.

Die Verwaltung der gebuchten Computing-Ressourcen obliegt dem Anbieter: Upgrades von Hardware sowie gegebenenfalls die Wartung und Instandhaltung von Laufzeitumgebungen und Software verlagern sich damit von der IT-Administration Ihres Unternehmens zum Cloud-Provider. Darüber hinaus sorgt der Anbieter zum Beispiel durch verteilte Server-Standorte mit verlässlichen Back-ups für die Sicherheit der gehosteten Daten.

Üblicherweise können Unternehmen die Services und Dienste einer Public Cloud bedarfsgerecht skalieren, um Ressourcen gemäß dem benötigten Umfang abzurufen. Damit entfallen beim Cloud Computing Kosten für nicht genutzte Kapazitäten, die ein Unternehmen bei einer On-Premises-Lösung permanent vor Ort bereitstellen müsste.

 

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Servicemodelle der Public Cloud

Die Public Cloud bietet nicht einfach nur Speicher für Ihre Daten, sondern umfasst je nach Servicemodell viele weitere Funktionen und Angebote. Sie entscheiden auf der Grundlage Ihrer Geschäftsprozesse und benötigten Public-Cloud-Dienste, welche Lösung für Ihr Unternehmen am besten geeignet ist.

Unterschieden wird bei Cloud-Servicemodellen zwischen drei grundlegenden Prinzipien:

  • Infrastructure-as-a-Service (IaaS) bietet Hardware, Speicher, Rechenleistung und Netzwerkressourcen in der Cloud. Sie mieten diese nach Umfang oder genutzter Zeit und können sie häufig frei nach ihren Bedürfnissen skalieren. Auch die Konfiguration und Verwaltung der auf dieser Basis installierten Software obliegt den Nutzer:innen.
  • Platform-as-a-Service (PaaS) stellt Entwickler:innen Server, Ressourcen und eine Umgebung für ihre Arbeit in der Cloud zur Verfügung. Die Anwender:innen müssen ihren Bedarf gewöhnlich bereits im Voraus (grob) planen.
  • Software-as-a-Service (SaaS) bedeutet, dass Sie eine einzelne Software-Lösung oder ein Software-Paket bei Ihrem Cloud-Anbieter auf Zeit mieten, anstatt regelmäßig neue Lizenzen oder Updates zu kaufen (zum Beispiel ein Office-Paket).

 

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Die unterschiedlichen Servicemodelle einer Public Cloud sind hierarchisch voneinander abgegrenzt.

 

Innerhalb dieser grundlegenden Modelle sind in den letzten Jahren viele weitere Services entstanden, die Angebote, Tools und Dienstleistungen in der Cloud bereitstellen. Beispiele dafür sind Security-as-a-Service (SECaaS) für die Bereitstellung von Sicherheitsdiensten und Communication-as-a-Service (CaaS) für cloudbasierte Kommunikationslösungen (wie zum Beispiel VoIP-Telefonie). Der Sammelbegriff Everything-as-a-Service (XaaS) fasst diese (zum Teil etwas unübersichtlichen) Angebote zusammen.

 

Public Cloud: Unterschiede zur Private- und Hybrid Cloud

Bei der Public Cloud stehen Server des Anbieters für viele unterschiedliche Nutzer:innen bereit. Andere Cloud-Modelle (wie die Private Cloud oder Hybrid Cloud) richten ein spezifisches Paket für Ihr Unternehmen ein oder kombinieren private und öffentliche Cloud-Ressourcen miteinander.

  • Private Cloud: Im Gegensatz zur Public Cloud erhalten Sie Zugriff auf einen angemieteten Server und weitere IT-Ressourcen, die ausschließlich Ihr eigenes Unternehmen verwendet. Auch hier können Sie den Umfang der gemieteten Services individuell nach Ihren Bedürfnissen festlegen. Vor allem, wenn Sie sensible Geschäfts- und Kundendaten in der Cloud bereithalten möchten, stellt die Private Cloud gegenüber der Public Cloud die sicherere Alternative dar, da diese nicht öffentlich über das Internet zugänglich ist. Dies geht allerdings mit höheren Kosten einher, die jedoch in der Regel ebenfalls niedriger sind als der Betrieb und die Administration eines eigenen Serverraums.
  • Hybrid Cloud: Mit der Hybrid Cloud existiert eine Mischform zwischen Public Cloud und Private Cloud, die die Stärken beider Modelle miteinander vereinigt. Ein Teil der Cloud-Ressourcen steht ausschließlich Ihrem Unternehmen zur Verfügung – über eine vom Internet getrennten Verbindung. Gleichzeitig können Sie aber auch weitere Bereiche innerhalb einer Public Cloud nutzen. Gewöhnlich können Sie Daten und Anwendungen flexibel zwischen beiden Bereichen verschieben.
  • Multi Cloud: Diese Variante der Hybrid Cloud kombiniert die Cloud-Services von unterschiedlichen Anbietern in einem Paket, das Sie optimal auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zuschneiden können. Nachdem Sie Ihre Anforderungen definiert haben, stellen Sie sich das Cloud-Paket nach dem Baukastenprinzip zusammen. Zum Beispiel können Sie die damit die Public Cloud Google Drive mit einem SaaS-Service auf der Basis von Microsoft Azure verbinden und die Verwaltung mit dem Cloud-Management von Vodafone

 

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Die größten Public-Cloud-Anbieter im Überblick

Seit der Etablierung von Cloud-Lösungen in der Geschäftswelt hat sich eine Vielzahl von Anbietern auf dem Markt positioniert, die speziell an Ihr Unternehmen angepasste Lösungen bereithalten. Die wichtigsten globalen Public-Cloud-Provider für Unternehmen sind:

  • Microsoft Azure liefert insgesamt mehr als 200 unterschiedliche Public-Cloud-Dienste und Produkte und deckt eine hohe Anzahl an PaaS-Lösungen ab: von Sicherheits- und Archivierungsservices über Cloud-Datenbanken bis zur Entwicklung mobiler Anwendungen. Die Azure-Cloud können Sie zudem auf einfache Weise mit Ihren bestehenden Windows-Systemen kombinieren. Daneben integriert Azure übersichtliche und zeitsparende Self-Service-Funktionen (wie zum Beispiel das Zurücksetzen von Kennwörtern und Vorlagen) in sein Angebot. Durch das so genannte „Single Sign-On“ erlangen Sie und Ihre Mitarbeiter:innen sehr schnell Zugriff auf Daten und Anwendungen in der Cloud, die auf Servern rund um den Globus gehostet werden.
  • Amazon Web Services (AWS) ist ein umfangreiches Cloud-Computing-Angebot des Amazon-Konzerns. Die mehr als drei Dutzend Services werden auf verschiedenen Rechenzentren weltweit betrieben, unter anderem mit Frankfurt am Main und Dublin an zwei Standorten in der EU. Interessant ist, dass Unternehmen bei AWS immer nur die tatsächliche Nutzung zahlen. Vor allem hinsichtlich von IaaS-Diensten spielen die AWS ihre Stärken aus: Die bekannteste Public-Cloud-Lösung ist in diesem Zusammenhang Amazon Cloud Drive zur Speicherung von Dokumenten und Mediendaten. Daneben umfasst das AWS-Portfolio unter anderem skalierbaren Speicher zur Archivierung großer Datenmengen (Amazon Simple Storage Service), Datenbankservices (Amazon DynamoDB) sowie spezielle PaaS-Angebote für Entwickler:innen (Amazon Elastic Beanstalk).
  • Google Cloud Platform umfasst eine Sammlung verschiedener Cloud-Computing-Dienste für Entwickler:innen. Das Angebot bietet neben cloudbasierten Entwicklungsplattformen vor allem Computing-, Analyse- und KI-Funktionen. Dies umfasst PaaS-Angebote, Infrastruktur-Dienstleistungen (IaaS), reine Funktionsaufrufe (Function-as-a-Service) und sogar Serverless Computing. Auch ein Cloud-Container-System (Container-as-a-Service, CaaS) ist enthalten. Die Abrechnung erfolgt entweder im flexiblen Mietmodell oder basierend auf dem Aufwand. Darüber hinaus ist das Angebot jederzeit skalier- oder kündbar.
  • IBM Cloud ist ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche cloudbasierte IT-Services. Die IBM Cloud unterscheidet sich von den anderen Business-Cloud-Lösungen dahingehend, dass Sie skalierbare Angebote für unterschiedliche Anforderungen einzeln buchen können. Das Angebot ist dabei äußerst umfangreich und umfasst mehr als 130 Services allein innerhalb der PaaS-Angebote. Zählt man professionelle Analyse-Tools und -Dienste dazu, sind es sogar über 170. Ausgehend vom Kern der verlässlichen Datenspeicherung fallen darunter umfangreiche Möglichkeiten des Datenmanagements, Management-Tools zur Überwachung sämtlicher Cloud-Deployments, Rechenressourcen bis hin zum Serverless Computing, die Einbindung von künstlicher Intelligenz (u.a. Machine Learning) sowie viele weitere Entwicklungswerkzeuge.

 

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Die Google Cloud Platform, die IBM Cloud, Microsoft Azure und Amazon AWS unterscheiden sich im Detail.

 

Public Cloud: Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Die Nutzung einer Public Cloud in Ihrem Unternehmen ist die einfachste Möglichkeit, um die Vorteile des Cloud Computings mit Ihren Geschäftsprozessen zu verbinden. Um Ihre Daten und Prozesse auszulagern, benötigen Sie neben den in Ihrem Unternehmen eingesetzten Endgeräten (wie zum Beispiel Rechnern am Arbeitsplatz oder Mobilgeräten von Mitarbeiter:innen) lediglich eine möglichst leistungsfähige Internetanbindung.

Die Services stehen nach der Buchung in der Regel sofort zur Verfügung, sodass Sie keine Zeit mit der Etablierung einer eigenen IT-Infrastruktur verschwenden müssen, sondern sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Gerade für Start-ups ist dies ein wichtiger Punkt, um möglichst schnell mit dem eigenen Geschäftsmodell auf dem Markt Erfolg zu haben.

Sämtlichen Bedarf an zusätzlichen Ressourcen kaufen Sie beim Cloud-Provider hinzu: Infrastruktur, Rechenleistung, Speicherplatz oder jedwede Cloud-Dienste zahlen Sie je nach Modell des Anbieters entweder nach genutztem Datenvolumen oder auf Zeitbasis. Die Provider virtualisieren ihre Leistungen komplett über eigene Hardware und stellen Sie Ihnen auf der Grundlage von entsprechender Verwaltungs- und Automatisierungssoftware über das Internet bereit. Letztlich gleicht dieses Prinzip dem Vertrag und der Bereitstellung anderer Ressourcen wie Elektrizität oder Wasser durch einen entsprechenden Anbieter.

Einsatzmöglichkeiten einer Public Cloud umfassen unter anderem:

  • Speicher: Die Datenmengen, mit denen Unternehmen arbeiten, werden immer größer. Gleichzeitig sollen diese möglichst überall für Mitarbeiter:innen verfügbar sein (Stichwort: New Work). Mit flexibel skalierbaren Cloud-Storage-Größen sowie leistungsfähigen Tools für die Administration Ihrer Daten liefert die Public Cloud größtmögliche Zugänglichkeit und gleichzeitig Sicherheit für Ihre geschäftlichen Daten und Archive.
  • Websites: Auch der Betrieb Ihrer Websites auf der Basis einer Public Cloud garantiert Ihnen ausreichend Speicherplatz für Inhalte sowie skalierbare Rechenkapazitäten bei schwankenden Abrufzahlen. Viele Anbieter liefern Ihnen umfangreiche Toolkits für die Gestaltung und Administration gleich mit (unter anderem Backend-as-a-Service), sodass sich neben der Einsparung von lokalen Hardware- und Netzwerkressourcen auch der Aufwand für Entwicklung und Verwaltung Ihrer Internetseiten reduziert.
  • Online-Shop / E-Commerce: Public-Cloud-basierte und skalierbare E-Commerce-Anwendungen mit dynamischem Ressourcenbedarf bieten Ihren Kund:innen bei unterschiedlichem Nachfrageaufkommen stets einen verzögerungsfreien Service. Sie müssen sich keine Gedanken über Lastspitzen machen und eigene Server entsprechend konfigurieren.

Beispiel: Ein typischer Use Case ist, wenn ein Team in Ihrem Unternehmen im Rahmen eines SaaS-Modells gemeinsam und dezentral an Textdateien, Präsentationen oder anderen Formaten arbeitet, die allen Beteiligten im Cloud-Speicher zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse verarbeiten Ihre Entwickler:innen im Rahmen von BaaS und FaaS weiter. Danach werden sie im Web-Angebot Ihres Unternehmens umgesetzt und den Kund:innen auf der Internetseite präsentiert. Diese wiederum nehmen das neue Angebot mittels des in der Cloud platzierten Online-Shops wahr und steigern damit Ihren Umsatz.

 

Ein Mann nimmt an einer Videokonferenz teil

Die gemeinsame dezentrale Arbeit an Projekten ist durch Public Cloud-Services einfacher denn je.

 

Public Cloud: Vorteile des öffentlichen Cloud-Modells

Die Public Cloud bietet Ihnen viele Vorteile, die Ihnen dabei helfen, Ihre IT-Infrastruktur und Geschäftsprozesse zu effektivieren. Darunter fallen vor allem die folgenden Punkte:

Einfachheit

Die unkomplizierte Anwendung ist ein Kernfeature von Public Cloud-Lösungen. Die Anwendung als Mittelpunkt der Umgebung wartet mit einer intuitiven Implementierung und Bedienbarkeit auf. Sie fügt sich idealerweise organisch in die gewohnte Oberfläche des Betriebssystems ein – unabhängig davon, wie viele Services Sie zu dem grundlegend genutzten Cloud-Modell hinzubuchen. Dies können Sie deutlich schneller und einfacher umsetzen als in einer speziell auf Sie angepassten Private Cloud.

Skalierbarkeit

Eine Public Cloud können Sie unkompliziert und in Echtzeit an Ihre Bedürfnisse anpassen: Sei es, weil sich Ihr Speicherbedarf ändert, Sie zusätzliche Services für die Erweiterung Ihrer Geschäftsprozesse benötigen oder weil Sie mit einer stark saisonal schwankenden Nachfrage durch Kund:innen umgehen müssen. Die meisten großen Cloud-Anbieter bieten einen flexiblen Ressourcenbedarf an und halten durch ihre riesigen, weltweit platzierten Rechenzentren jederzeit genug Kapazitäten für wechselnde Anforderungen bereit.

Schnelligkeit

Public Clouds punkten durch ihre Schnelligkeit: Sowohl Änderungen an Ihren Anwendungen für die interne Verwendung als auch der Rollout von Website-Updates oder neuen Apps geschieht in Echtzeit und kann gewöhnlich jederzeit und so oft Sie möchten vorgenommen werden. Ihre Entwickler:innen können Test, Implementierung und Analyse im laufenden Betrieb vornehmen  – und das meist ohne Downtime von Anwendungen oder Websites (zum Beispiel durch die Verwendung von Microservices).

Verfügbarkeit

Die Anbieter von Public Clouds garantieren durch unabhängig voneinander operierende Rechenzentren die größtmögliche Verfügbarkeit Ihrer Daten und Anwendungen in der Cloud. Dadurch gewährleisten die Anbieter auch die Sicherheit Ihrer Daten (durch örtlich unabhängige Backups) sowie den kontinuierlichen Service bei Ausfall eines einzelnen Rechenzentrums. Das Service-Level-Agreement (SLA) Ihres Vertrags bei einem Public Cloud-Anbieter regelt konkret, mit welcher Downtime Sie jährlich maximal rechnen müssen.

Kosten

Bei lokalen On-Premises-Rechenzentren nutzen Sie Ressourcen oft gar nicht, die Sie dennoch für Eventualitäten (wie zum Beispiel ein hohes Aufkommen von Kundennachfragen) vorhalten müssen. Sie zahlen also Geld für eine Leistung, die Sie nur selten oder im schlechtesten Fall überhaupt nicht benötigen. Die meisten Public-Cloud-Anbieter wenden hingegen ein rein auf die tatsächliche Nutzung bezogenes Abrechnungsmodell an: Durch die Skalierbarkeit der bezogenen Leistungen sinken nicht nur Ihre Fixkosten, sondern Sie können laufende Kosten besser kalkulieren und bedarfsabhängig anpassen. Auch Private-Cloud-Lösungen bieten dahingehend oft weniger Flexibilität als Public Clouds.

Innovation

Die großen Player der IT – vor allem Microsoft, Amazon, Google und IBM – befinden sich in einem ständigen Wettbewerb hinsichtlich der besten Cloud-Angebote. Mit hoher Geschwindigkeit und Regelmäßigkeit stellen die Public-Cloud-Anbieter neue Services und Möglichkeiten vor, die das Cloud-Angebot erweitern und den Anbietern einen Vorsprung vor den Mitbewerbern verschaffen sollen. Von diesem Innovationswettlauf profitieren vor allem Sie mit Ihrem Unternehmen: Mit einer Private-Cloud-Lösung nutzt ihr Unternehmen immer die neuesten Entwicklungen und Services im Portfolio Ihres Anbieters.

 

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Herausforderungen der Public Cloud

Die Public Cloud bietet viele Vorteile für die Anwendung im geschäftlichen Bereich. Daneben existieren wie in allen Bereichen des Cloud Computings allerdings auch Herausforderungen. Diesen sollten Sie sich bewusst stellen, bevor Sie sich für ein Public-Cloud-Angebot für Ihr Unternehmen entscheiden.

  • Komplizierte Kostenmodelle: Einer der größten Vorteile der Public Cloud ist auch eine der größten Herausforderungen. Die flexibel anpassbaren Kostenmodelle mit ihren Erweiterungsmöglichkeiten sind oft nicht ganz einfach zu durchschauen und miteinander zu vergleichen. Prüfen Sie vor Abschluss eines Vertrags gut, welche tatsächlichen und versteckten Kosten vor allem bei flexibel skalierbaren Angeboten auf Ihr Unternehmen zukommen könnten.
  • Fachwissen: Wenngleich Sie für eine Public-Cloud-Lösung in der Regel weniger spezialisiertes Personal benötigen als für eine On-Premises-Lösung, geht es nicht ohne Fachwissen. Cloud Computing ist ein weites Feld: Ohne entsprechende Expertise in Ihrem Unternehmen stehen Ihre Projektteams unter Umständen alleine da, wenn es darum geht, neue Funktionen zu implementieren oder Probleme zu lösen. Die Vorstellung, dass Mitarbeiter:innen die Administration einer Cloud ausschließlich selbst durchführen, ist schlichtweg ein Irrtum.
  • Wenig Kontrolle: Durch die Nutzung einer Public Cloud geben Sie die Kontrolle über Ihre IT-Infrastruktur zu großen Teilen an den Anbieter ab. Bei einer reinen IaaS-Lösung fällt dieser Kontrollverlust eher gering aus, bei großen SaaS- oder Serverless-Computing-Angeboten geben Sie allerdings nahezu die gesamte Kontrolle der Konfiguration von der in Anspruch genommenen Hardware bis hin zu Microservices an den Anbieter ab.

Die Public Cloud bietet ungeachtet der Herausforderungen viele Vorteile für Ihr Unternehmen. Sie senkt unter anderem die Kosten, sorgt für Datensicherheit und hilft vor allem dabei, dass Sie und Ihre Mitarbeiter:innen sich ortsunabhängig auf das Kerngeschäft konzentrieren können.

Die richtige Strategie und intelligente Cloud-Management-Tools unterstützen Sie bei der Etablierung der passenden Public-Cloud-Lösung für Ihr Unternehmen. Unsere Expert:innen von Vodafone helfen Ihnen gerne dabei, das für Sie beste Angebot zu finden.

 

Nutzen Sie eine Public Cloud für Ihre Geschäftsprozesse? Wo sehen Sie deren Stärken und Herausforderungen? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

 


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