LogMeIn: Fernzugriff, Remote-Verwaltung und vieles mehr

Digitales Business

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Datum 03.10.2021
Lesezeit 5 Min.

LogMeIn: Fernzugriff, Remote-Verwaltung und vieles mehr

Dedizierte Fernwartungs-Tools als Standalone-Produkte gibt es viele. Die Macher:innen von LogMeIn (Log me in) gehen mit ihrer Software einen eigenen Weg und integrieren ihr Produkt in den hauseigenen Cloud-Werkzeugkasten. Kann das funktionieren?

Lange Zeit gab es zwei Kernzielgruppen für Fernwartungs-Tools: Zum einen IT-Administrator:innen, die im Firmennetzwerk aus der Distanz Support geben oder Software installieren sowie Privatnutzer:innen, die für Freunde und Verwandte deren Rechner warten.

Der durch Corona verstärkte Trend zum Homeoffice und die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen auf virtuelle Netzwerke und Cloud-Lösungen setzen, lässt den Bedarf an Fernwartungs-Tools wachsen.

 

Was ist LogMeIn?

LogMeIn ist die webbasierte Software-Suite des gleichnamigen Herstellers. Das Programmpaket umfasst je nach Zählweise rund ein Dutzend Anwendungen für Messaging und Video-Conferencing, Remote Access, Web-Fortbildungen, IP-Telefonie, Administration/Fernwartung, Passwortverwaltung und Recovery. Die Verbindung läuft über ein proprietäres, per SSL verschlüsseltes Protokoll.

Mit Iaas, PaaS und SaaS gibt es entsprechend maßgeschneiderte Cloud-Angebote auf allen Ebenen. Der einstige Support durch physisch anwesende IT-Mitarbeiter:innen direkt am zu betreuenden IT-Arbeitsplatz wird zur Ausnahme. Entsprechend steigt der Bedarf an Fernwartungs-Tools und ganz allgemein an Remote-Werkzeugen. Und: Es entstehen neue Nutzergruppen, die nicht mehr allein IT-Wartungsaufgaben aus der Ferne ausführen wollen, sondern beispielsweise per VPN-Tunnel auf ihre virtuellen oder physischen Geräte im Netzwerk zugreifen möchten, um dort produktiv zu arbeiten. Damit sind vor allem Fernwartungs-Programme gefragt, die

  • besonders einfach zu bedienen sind,
  • möglichst viele Plattformen verbinden können,
  • integriert mit anderen Cloud-Anwendungen zusammenarbeiten.

Genau hier setzt LogMeIn an, das für alle diese Anforderungen die passende Lösung bieten will.

 

Video: YouTube / Jeremy Densmore

Viele LogMeIn-Tools basieren auf zugekauften Entwicklungen anderer Hersteller. So ist das ursprünglich von Applied Networking entwickelte VPN-Werkzeug Hamachi mittlerweile in LogMeIn integriert. Es war in der Vergangenheit besonders unter Online-Gamer:innen sehr beliebt. Auch der bekannte web-basierte Passwort-Manager LastPass ist seit 2015 Teil der Suite. Die GoTo-Tools hat LogMeIn wiederum 2016 von Citrix übernommen.

Viele dieser Anwendungen waren bisher auch für Privatanwender konzipiert und lizensiert. Inzwischen wendet sich LogMeIn bevorzugt an Business-Kund:innen – vom Großunternehmen mit über 10.000 Mitarbeiter:innen an verteilten Standorten bis zum SoHo-Client, der integrierte Cloud-Services aus einer Hand für nur wenige Arbeitsplätze wünscht.

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LogMeIn im Überblick

Die Admin-Tools setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen: LogMeIn Central ist die Steuerzentrale, über die Fernüberwachung und Fernverwaltung administriert und beispielsweise neue Geräte hinzugefügt oder vorhandene Geräte abgemeldet werden. Mittels GoToMyPC erfolgt der direkte Remote-Zugriff auf Desktop-Rechner oder Mobilgeräte. Rescue wiederum ist das Rettungswerkzeug im Fernsupport. GoToAssist dient dem klassischen Telefon- oder Chat-gestützten Support. Bis zu acht Anwender:innen können hier gleichzeitig in getrennten Sitzungen betreut werden.

LogMeIn Pro dient dem klassischen Fernzugriff auf Geräte, Anwendungen und Daten. Das Programm richtet sich an Anwender:innen, die beispielsweise ihren Arbeitsplatz-Computer im Büro von zu Hause aus fernsteuern möchten. Je nach Lizenz können zwei, fünf oder zehn Computer ferngesteuert werden. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein Terabyte Cloudspeicher und eine Premium-Lizenz für LastPass.

Für Passwort-Sicherheit auf unterschiedlichen Plattformen sorgt LastPass. Die Applikation gibt es mit Passwort-Manager für einzelne Nutzer:innen als LastPass Free oder LastPass Premium. Die ursprünglich sehr umfangreiche Free-Version wurde 2021 allerdings auf den Zugriff auf Geräte eines Typs beschränkt. LastPass Families richtet sich an kleine Nutzer:innengruppen, etwa Familien, die gemeinsam Passwörter verwalten. LastPass Business ist schließlich die Pro-Version, die in Unternehmensumgebungen zum Einsatz kommt und nur wenige Beschränkungen kennt.

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An Produktivitäts- und Kommunikationstools bietet LogMeIn die bereits erwähnten GoTo-Werkzeuge. Dazu zählen GotoMeeting als Videokonferenz-Software sowie GotoTraining und GotoWebinar für Schulungen. GoToTraining ist konzipiert für reine Online-, aber auch für gemischte Schulungen aus Präsenz und Online-Unterricht (sogenanntes Blended Learning). Unter GoToRoom versammelt LogMeIn Techniklösungen für die Konferenzräume seiner Kunden – auf Wunsch im Bundle mit entsprechender Hardware von Logitech oder Poly. GoToConnect ist die cloudbasierte VoIP-Telefonanlage von LogMeIn ohne Mengenbegrenzung für Durchwahlen. Speziell für kleinere Unternehmen ist hingegen Grasshopper Connect als cloudbasierte Telefonie-Lösung konzipiert.

 

Video: YouTube / Baywell Advanced Systems

 

Besonderheiten von LogMeIn – wann sich die Suite für Ihr Business lohnt

Als webbasierte Rundum-Suite sticht LogMeIn aus der Vielzahl an singulären Fernwartungs-Tools heraus. Es ist eine echte UCC-Lösung (Unified Communications and Collaboration). Sie reicht vom Business-Handy über den Desktop-PC, den heimischen Computer des/der Homeoffice-Nutzer:in, das Arbeitsplatz-Telefon, den E-Mail-Server, die Konferenzraum-Technik bis hin zu den ferngewarteten Systemen der eigenen Kund:innen . Folgende Punkte sollten Sie prüfen, wenn Sie über den Einsatz von LogMeIn nachdenken:

Thema Komplexität: Die Komponenten von LogMeIn können Sie einzeln zu- und abbuchen. Außerdem gibt es Demo-Versionen zum Austesten der jeweiligen Funktionen. Dennoch bleibt die Suite ein äußerst komplexes Wartungs- und Kommunikations-Paket, dessen Einsatz vorab gut überlegt werden sollte.

Thema Sicherheit: LogMeIn nutzt das Verschlüsselungsprotokoll TLS 1.2 (Transport Layer Security) und AES-256-Bit-Verschlüsselung für seine Verbindungen. Die Software ist zertifiziert gemäß Kriterienkatalog C5 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Eine Zertifizierung nach dem neueren Standard C5:2020 ist auf der Anbieter-Website zumindest (Stand: Oktober 2021) nicht ausgewiesen. Dieser neue Katalog soll beispielsweise besseren Schutz gegen Zugriffsversuche staatlicher (auch ausländischer) Behörden garantieren. Anwender:innen aus dem Gesundheitswesen garantiert LogMeIn ferner die HIPAA-Konformität seiner Videokonferenzen.

Thema Geschwindigkeit: LogMeIn gehört zur wachsenden Gruppe der webbasierten Anwendungen. Das garantiert ein hohes Maß an Plattform-Unabhängigkeit und -Kompatibilität. Gleichzeitig ist diese siebte Schicht im OSI-Modell aber auch maßgeblich für die gefühlte und reale Geschwindigkeit der Kommunikation zwischen Anwender:innen und ferngesteuerter Hardware maßgeblich. Ein schnelles Netzwerk sollte also vorhanden sein, um Latenzen bei der Verwendung von LogMeIn zu minimieren.

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Thema Plattform: LogMeIn gibt an, dass die Remote-Funktionen über folgende Browser genutzt werden können: Internet Explorer Version 10, Firefox Version 35, Google Chrome Version 29 und Safari für Mac ab Version 7. Für ältere Browser gibt es teilweise Plug-ins, die diese fit für LogMeIn machen. Für Android und iOS hat der Hersteller zudem entsprechende Remote-Apps entwickelt, die über die Stores bezogen werden können.

Fazit: Als umfassende UCC-Kommunikationslösung bietet LogMeIn viele Funktionen und ein breites Leistungsspektrum. Für Einzelanwender:innen, die lediglich einen Remote-Zugriff auf andere Endgeräte benötigen, gibt es schlankere Werkzeuge.

 

Nutzen Sie für Ihr Unternehmen bereits Kommunikations- und Remote-Dienste von LogMeIn? Oder denken Sie zumindest darüber nach, ein solches integriertes Paket einzusetzen? Schreiben Sie uns gerne dazu in den Kommentaren.

 


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