So sieht die Zukunft der Arbeit aus: Chancen, Risiken, Trends und Herausforderungen

Digitales Business

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Datum 05.01.2023
Lesezeit 7 Min.

So sieht die Zukunft der Arbeit aus: Chancen, Risiken, Trends und Herausforderungen

In den letzten Jahren hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Wie wird sie in zehn oder 20 Jahren aussehen? Expert:innen aus Praxis, Wissenschaft und Politik wagen eine Vorausschau und geben Empfehlungen. So bereiten Sie Ihr Unternehmen schon heute vor für die Zukunft der Arbeit.

Wer unternehmerisch erfolgreich sein will, muss stets die Zukunft im Blick haben. Wie entwickelt sich das eigene Geschäftsmodell? Wie bleibt das eigene Unternehmen angesichts steigender Kosten in einer sich verändernden Welt wettbewerbsfähig? Und besonders wichtig: Wie sichern sich Unternehmen in der Welt von morgen die wichtigsten Ressourcen, also Motivation, Engagement und Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter:innen?

Dahinter stehen noch zentralere Fragen wie: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Welche Qualifikationen sind auf dem Arbeitsmarkt von morgen gefragt und wie finden Unternehmen Mitarbeiter:innen, die genau diese Qualifikationen in Ihre Firma einbringen? „Die Hälfte der Berufe, die es im Jahr 2030 geben wird, ist noch nicht erfunden“, prognostizierte 2014 der Basler Zukunftsforscher Gerd Leonhard. Lesen Sie hier, wie die Zukunft der Arbeit aussehen könnte und was dies für Sie und Ihr Unternehmen bedeutet.

 

Wie wird die Arbeit der Zukunft aussehen?

 

Einsatz von hybriden Arbeitsmodellen

Hybride Arbeitsmodelle, also die Kombination aus Homeoffice und der Arbeit im Büro, werden immer beliebter. Arbeiteten bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gerade einmal vier Prozent der Beschäftigten in Deutschland im Homeoffice, hat sich dieser Anteil inzwischen auf rund 24 Prozent versechsfacht. Das Münchner ifo Institut hat die Entwicklung in 27 Ländern verglichen und kommt zu dem Ergebnis: „Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt“.

Anfangs sahen viele Unternehmen Homeoffice noch als ein vorübergehendes Phänomen. Viele Firmen haben Heimarbeitsarbeitsplätze deshalb – sofern dies aufgrund der Tätigkeit überhaupt möglich war – nur provisorisch eingerichtet. Doch inzwischen zeichnet sich ab: Homeoffice, mobiles Arbeiten und hybride Arbeitsmodelle werden bleiben. Heike Bruch, Professorin für Betriebswirtschaftslehre und Leadership an der Universität Sankt Gallen mahnt deshalb: „Die eigentliche Umsetzung von Hybrid Work steht in den meisten Unternehmen noch bevor – jetzt oder bald. Ein Zurück zum Alten wird es nicht geben.“

Viele Beschäftigte betrachten in Zeiten von New Work hybride Arbeitsmodelle inzwischen als Mehrwert am Arbeitsplatz: 26 Prozent der Berufstätigen erklärten in einer Befragung, dass sie sogar eine neue Arbeitsstelle suchen würden, falls der Arbeitgeber zukünftig wieder ausschließlich Präsenzarbeit anbietet. In den USA, wo viele Trends in der Arbeitswelt ihren Anfang nehmen, liegt dieser Anteil bereits heute bei 40 Prozent.

Auch die Sorge vieler Unternehmer:innen, dass hybrides Arbeiten die Motivation der Beschäftigten senke, erwies sich als unbegründet. Zahlreiche Untersuchungen bestätigen dies. Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) kommt beispielsweise zum Ergebnis: „Dabei hat sich gezeigt, dass die Produktivität und Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer offenbar höher sind, als zuvor von Fachleuten erwartet worden war.“ Und der Schweizer Personaldienstleister Adecco zieht das Fazit: „Ständiges hybrides Arbeiten steigert die Produktivität.“

Wichtig ist, dass die Beschäftigten auch weiterhin tageweise in Präsenz arbeiten können, etwa um sich mit ihren Teams persönlich auszutauschen, Arbeiten zu verrichten, die Präsenz erfordern oder weil im Homeoffice die Technik oder die Ruhe für bestimmte Arbeiten fehlen. So kommen Untersuchungen wie die Konstanzer Homeofficestudie zum Ergebnis, dass die meisten Beschäftigten frei gestaltete Mischformen aus etwa gleich vielen Homeoffice- und Präsenztagen bevorzugen.

Vor allem Fachkräfte arbeiten gerne im Homeoffice. So kam eine Erhebung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 2020 zu dem Ergebnis, dass „Beschäftigte mit Abitur oder Universitätsabschluss die Möglichkeit zur Nutzung flexibler Arbeitsformen deutlich öfter sehr positiv bewerten als der Durchschnitt aller Beschäftigten.“

Gerade Unternehmen aus strukturschwachen Regionen auf der Suche nach Fach- und Führungskräften profitieren überproportional von hybrider Arbeit. Mit hybriden Arbeitsmodellen werden sie auch für hoch qualifizierte Bewerber:innen aus Metropolregionen interessant, die beispielsweise tageweise aus der Großstadt einpendeln und trotzdem ihren bisherigen Wohnsitz dort behalten können. Umgekehrt benötigen viele Unternehmen keine Niederlassungen in Großstädten mehr, um für Fachkräfte und Hochschulabsolvent:innen aus den jeweiligen Metropolregionen attraktiv zu sein.

Weil hybride Arbeitsmodelle in Zukunft somit immer wichtiger werden, unterstützt auch der Bund mit Förderprogrammen wie „go-digital“ kleine und mittelständische Unternehmen beim digitalen Wandel und der Hybrid-Transformation im Zeichen von New Work.

 

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Arbeiten 4.0: Das Büro der Zukunft

Wo immer weniger Menschen dauerhaft in klassischen Bürogebäuden arbeiten, geht auch der Bedarf an Büroräumen zurück. So ist in Berlin der Büroflächenleerstand innerhalb nur eines Jahres um 27 Prozent angestiegen. Im Großraum München ist er um 14 Prozent gewachsen, in Frankfurt und Düsseldorf jeweils um acht Prozent. Das hat die Unternehmensberatung McKinsey ermittelt.

Schon bald könnten viele Firmen ihre innerstädtischen Niederlassungen ganz schließen oder in moderne Büro-Hubs umwandeln und bei Bedarf auf mehrere Städte verteilen. So reduzieren sich für Mitarbeiter:innen dauerhaft die Anfahrtszeiten ins Büro, falls sie in Präsenz arbeiten. Unternehmen betreiben die Hubs entweder oder mieten sie bei entsprechenden Büro-Dienstleistern an. Dort gibt es Konferenzräume mit hochwertigen Videokonferenzsystemen und dazu Schreibtischpools für das sogenannte Desk-Sharing. Beschäftigte, die für einzelne Arbeitstage oder Stunden ins Büro kommen, suchen sich einen leeren Schreibtisch, der einheitlich und kostensparend als Workplace-as-a-Service eingerichtet ist.

Zu jedem Arbeitsplatz gehört ein IP-Telefon, das beim Einloggen automatisch die persönliche Rufnummern-Durchwahl und das persönliche Telefonbuch der jeweiligen Person übernimmt. Möglich wird dies durch Unified Communications & Collaboration (UCC).

Daneben gibt es je nach Branche beispielsweise Laborräume mit Augmented-Reality-Projektionstechnik, wo Ingenieur:innen Digital Twins (digitale Zwillinge) ihrer aktuellen Projekte bearbeiten und sich dabei per Breitbandverbindung mit Kolleg:innen an anderen Standorten austauschen.

Andere Unternehmen könnten Team-Spaces einrichten, wo Mitarbeiter:innen in Kleingruppen kreative Ideen entwickeln oder ihre Projekte besprechen. Weil insgesamt weniger Menschen täglich in die Büros einpendeln, wäre dort auch mehr Platz vorhanden. Durch den Wegfall von eng bestuhlten Großraumbüros könnten Büroarbeitsplätze so dauerhaft attraktiver werden. Das wiederum kommt auch den Unternehmen zugute. Denn zufriedene Beschäftigte arbeiten produktiver.

 

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Entlastung durch KI am Arbeitsplatz

Schon heute unterstützt künstliche Intelligenz (KI) den Menschen in vielen Bereichen: Beispielsweise in der IT-Sicherheit bei der Erkennung von Schadprogrammen und Hackingattacken. Oder bei der Handy-Nutzung, wenn Mobiltelefone sich per Gesichtserkennung entsperren. Jeden Monat kommen neue KI-Anwendungen hinzu: Beispielsweise autonome Steuerungen für Arbeitsmaschinen in der Landwirtschaft oder künstliche Intelligenzen, die in Service und Vertrieb per Avatar mit Kund:innen chatten.

Eine Stärke von KI ist die Fähigkeit zur Analyse und Veredelung riesiger Datenmengen, so auch in der Big Data Analytics, die seit einigen Jahren rapide an Bedeutung gewinnt. Denn mit dem Internet der Dinge wächst auch die Menge der weltweit anfallenden Daten exponentiell. KI-Programme erkennen darin Muster und Gesetzmäßigkeiten und gewinnen so aus riesigen Datenmengen relevante Einzelinformationen, die sie für deren menschliche Nutzer:innen aufbereiten. Dadurch wird es möglich, fundierte Geschäftsentscheidungen datengestützt zu treffen, ohne hierfür erst Millionen Einzeldaten sichten zu müssen. Die KI wird damit zum wichtigen Werkzeug in der Welt der Daten.

Besonders dort, wo Daten schnell verarbeitet und ausgewertet werden müssen, kann KI ihre Stärken ausspielen, etwa beim autonomen Fahren, bei der Steuerung komplexer Industrieanlagen oder bei der Predictive Maintenance, der rechtzeitigen Wartung von Maschinen, bevor sie ausfallen.

Schon bald könnten die ersten Lkw mit Autopiloten ausgerüstet werden, die während langer Autobahnstrecken die Steuerung des Fahrzeuges übernehmen. Ähnlich wie Verkehrspiloten Start und Landung ihres Flugzeuges manuell steuern und dann an die Technik übergeben, würden dann auch Berufskraftfahrer:innen nur die Fahrt vom Startort zur Autobahn und von der Autobahn zum Zielort manuell steuern, während die KI die Strecke dazwischen übernimmt. Auch hier zeigt sich: Die Mobilität der Zukunft ist ohne KI nicht denkbar.

Aber auch bei der Regelung komplexer Energienetze mit Millionen Verbrauchern und Erzeugern oder im Hochgeschwindigkeits-Börsenhandel können künstliche Intelligenzen in Echtzeit Daten auswerten und auf der Basis von gesammelten, digitalen Erfahrungswerten die passenden Entscheidungen treffen.

Die KI wird dem Menschen also besonders dort Arbeit abnehmen, wo die zu verarbeitenden Datenmengen zu groß oder die benötigten Bearbeitungszeiten kurz sind. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Robotik. Dank künstlicher Intelligenz werden beispielsweise sogenannte Cobots einfacher realisierbar. Das sind kooperativ arbeitende Industrie-Roboter, die über ihre Sensoren Menschen in ihrem Umfeld erkennen und ihnen automatisch ausweichen und so auch außerhalb von Einhausungen sicher eingesetzt werden können. Mit KI wird auch der Industrieroboter mobil. Ganz neue Formen der Robotik werden dadurch zukünftig möglich.

Schon bald könnte KI sogar bei strategischen Entscheidungen im Beruf unterstützen und dadurch zu gesteigerter Produktivität führen. Davon waren jüngst rund 77 Prozent der Befragten in einer Studie des US-Softwareunternehmens Citrix überzeugt. Citrix hatte hierfür mehr als 500 Führungskräfte und 1.000 Mitarbeiter:innen in Industrieländern befragt.

 

Vielfalt am Arbeitsplatz

Lange Zeit waren Unternehmen und Personaler:innen bemüht, Teams und sogar ganze Abteilungen bevorzugt mit Mitarbeiter:innen mit ähnlicher Persönlichkeitsstruktur zu besetzen. Die dahinterstehende Annahme war, dass diese Personengruppen besonders reibungslos zusammenarbeiten würden. Jüngere Studien, etwa aus der Raumfahrt, zeigen jedoch, dass heterogene Arbeitsgruppen deutlich mehr Vorteile bieten und gerade unter Stress viel effizienter und konstruktiver interagieren.

Zudem sind divers besetzte Teams oft kreativer und problemorientierter und können beispielsweise neue Absatzmärkte und Zielgruppen besser einschätzen, weil sie selbst ein größeres

Persönlichkeitsspektrum abbilden und sich damit besser in ihre Kundengruppen hineinversetzen können. Eine McKinsey-Studie kommt sogar zu dem Ergebnis: „Unternehmen mit hoher Gender-Diversität haben eine um 25 % und damit signifikant größere Wahrscheinlichkeit, überdurchschnittlich profitabel zu sein.“

Auch in klassischen Männerdomänen wie dem Baugewerbe oder der Logistik nimmt die Diversität zu. Ganz neue Werkzeuge und Maschinen entlasten hier Mitarbeiter:innen von schweren körperlichen Arbeiten, die früher oft allein männlichen Beschäftigten vorbehalten waren.

So schätzt die International Federation of Robotics (IFR), dass im Jahr 2028 weltweit bereits rund 300.000 Exoskelette im Einsatz sein werden, davon etwa 50 Prozent in der Industrie, beispielsweise in der Logistik oder im Automobilbau. Exoskelette oder Roboteranzüge sind am Körper getragene Stützstrukturen mit Elektromotoren, mit denen Menschen auch große Lasten heben können.

Körperkraft oder ein bestimmtes Alter sind dadurch keine relevanten Einstellungskriterien für diese Tätigkeiten mehr. Zugleich steigt durch den Einsatz neuer Technologien die Zufriedenheit der Beschäftigten, weil sie am Arbeitsplatz seltener verschleißbedingte Verletzungen erleiden.

Video: YouTube / Projekt Forum

 

Digitalisierung erfordert Weiterbildung der Mitarbeiter:innen

Nachdem mit dem Personal Computer Anfang der 1980er-Jahre die ersten Arbeitsplatzcomputer in deutschen Büros Einzug fanden, sind rund vierzig Jahre später mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland Computerarbeitsplätze. Auch Tätigkeiten in Landwirtschaft und Produktion werden durch die fortschreitende Digitalisierung und das Internet of Things immer häufiger zu Computerarbeitsplätzen.

Dieser fortschreitende technologische Wandel geht mit einem wachsenden Schulungsbedarf einher: Die Arbeit mit Collaboration-Software, cloudbasierten Office-Anwendungen und leistungsfähigen IT-Systemen benötigt Fortbildungen zur jeweiligen Software und Zusatzqualifikationen wie regelmäßige Security-Awareness-Trainings. Dort vertiefen Beschäftigte Themen wie Datenschutz und IT-Sicherheit für ihre tägliche Arbeit.

Zukunft der Arbeit bedeutet somit auch, dass nicht mehr allein die Ausbildung oder das Studium dauerhaft für den einmal erlernten Beruf qualifizieren. Lebenslanges Lernen wird zur Normalität in der Arbeitswelt – und dies auf allen Ebenen. Für viele Beschäftigte wird die Arbeitswelt dadurch auch durchlässiger. Wer sich regelmäßig weiterqualifiziert, kann im Unternehmen wechselnde Rollen übernehmen und in flacheren Hierarchien schneller aufsteigen, weil nicht mehr allein der vor 20 Jahren erworbene Abschluss das gesamte Berufsleben bestimmt.

 

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Arbeit in der Zukunft: Welche Berufe wird es in Zukunft nicht mehr geben, welche kommen hinzu?

Studien zeigen, dass bisherige industrielle Revolutionen nie zu einem Rückgang der Gesamtzahl der Arbeitsplätze geführt haben. Zwar haben etwa die Erfindung von Dampfmaschine und industrieller Fertigung die Arbeitswelt stark verändert. Auch haben sie Effizienz und Effektivität erheblich gesteigert und viele Berufe wegfallen lassen. Doch gleichzeitig entstanden stets mehr neue Berufe, die sich aus dem Einsatz der neuen Technologien ergaben und der damit einhergehenden wachsenden Nachfrage.

Im Zuge von fortschreitender Industrialisierung und zuletzt auch Computerisierung wuchs beispielsweise die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes von rund 28 Millionen im Jahre 1950 (Bundesrepublik plus DDR) auf heute fast 45 Millionen Beschäftigte.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx formulierte es bereits 2015 wie folgt: „Jeder Technologieschub erzeugt eine Rekursion, eine Komplexitäts-Kaskade, die zu gesteigerten Nachfragen und ganz neuen Bedürfnissen führt.“ Aller Voraussicht nach dürfte dies auch für die gerade beginnende vierte industrielle Revolution gelten.

Die Unternehmensberatung Deloitte sieht in ihrer Datenland-Deutschland-Studie „Die Jobs der Zukunft“ daher fünf Trends für die Berufswelt im Jahr 2035:

  1. Die Jobs der Zukunft verlangen mehr Interaktion mit anderen Menschen und Empathie. Diese Aufgaben sind kaum automatisierbar und können somit weiter nur von Menschen übernommen werden.
  2. Es entstehen höher qualifizierte neue Arbeitsplätze durch neue Technologien, während Arbeitsplätze an anderer Stelle wegfallen. Es gibt also auch 2035 einen Mangel an Fachkräften.
  3. Fachkräfte für Gesundheit, Bildung und Führungsaufgaben werden überproportional nachgefragt. Allein der Gesundheitssektor könnte bis 2035 um 26 Prozent wachsen, auch weil die Gesellschaft insgesamt immer älter wird. Ein Großtrend hierbei: Der Umbau vieler Dienstleistungen hin zu eHealth und Telemedizin.
  4. Robotik und Data Analytics sind die Schlüsseltechnologien mit dem größten Einfluss auf die Arbeitswelt.
  5. Zukünftig wird es am Arbeitsplatz weniger Routine geben, dafür wird trotz KI-Unterstützung mehr analytisches Denken benötigt und die menschliche Interaktion nimmt insgesamt zu.

Während also Arbeitsplätze bei einfachen Tätigkeiten in Logistik, Transport, Verwaltung oder Produktion wegfallen werden, wächst zugleich der Bedarf an höher qualifizierten Arbeitskräften in Gesundheit, Bildung, Forschung und Entwicklung sowie in der Informations- und Kommunikationstechnik. Dies verschärft den Fachkräftemangel.

Dieser wachsenden Nachfrage insbesondere nach hochqualifizierten Fachkräften steht jedoch erstmals in Europa ein demographischer Schrumpfungsprozess gegenüber, den auch Einwanderung kaum ausgleichen kann.

Daraus ergibt sich zukünftig auch ein starker Bedarf an Technologien, mit denen sich das immer knappere Gut der menschlichen Arbeitskraft effizienter einsetzen lässt. Kooperative Werkzeuge wie Groupware und cloudbasierte Team-Anwendungen werden dafür immer wichtiger, gerade auch für die wachsende Anzahl virtueller Teams.

 

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Die Zukunft der Arbeit gestalten: Was kommt auf Politik, Unternehmen und Arbeitskräfte zu?

 

Politische Rahmenbedingungen müssen angepasst werden

Wo die Arbeitswelt sich dauerhaft verändert, muss auch die Politik neue Rahmenbedingungen schaffen. Expert:innen fordern eine durchgehende Digitalisierung der staatlichen Verwaltung. Wer etwa ein Gewerbe anmelden oder ein Kraftfahrzeug für das eigene Unternehmen zulassen will, muss dies in der Regel noch immer „analog” tun. In der Corona-Pandemie kam es hierbei teilweise zu monatelangen Wartezeiten auf einen Termin bei der entsprechenden Behörde. Länder wie Spanien, Frankreich und Dänemark sind teils deutlich weiter und bieten viele Verwaltungsdienstleistungen bereits online an.

Bildungsexpert:innen fordern mehr Angebote für das lebenslange Lernen, darunter berufsbegleitende Studiengänge und Qualifizierungen. Mit Bildungsausgaben von rund vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegt Deutschland seit vielen Jahren unter dem Durchschnitt der OECD-Länder und weit hinter Bildungsnationen wie Norwegen, Frankreich oder den USA.

 

Unternehmen: Digital Leadership ist gefordert

Die Zukunft der Arbeit nimmt auch Unternehmen und ihre Führungskräfte in die Pflicht. Digital Leadership ist als neue Art des Führens und Motivierens in der digitalen Arbeitswelt gefragt. Digital Leader müssen ihre Teams agil durch Transformationsprozesse begleiten und auch aus der räumlichen Distanz heraus gut führen.

Gleichzeitig müssen Unternehmen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für diesen immer schnelleren Wandel schaffen und Führungskräften und Mitarbeiter:innen die nötigen Freiheiten lassen, um diese Prozesse voranzutreiben und sich dabei eigenverantwortlich zu organisieren.

 

Arbeitskräfte: Selbstorganisation und Selbstführung nimmt zu

Für Beschäftigte bietet die sich verändernde Arbeitswelt viele neue Chancen. Es entstehen bisher unbekannte Berufsbilder, und etablierte Berufe entwickeln sich weiter. Wie zahlreiche Studien belegen, wachsen allerdings auch die Anforderungen im Beruf: Agilität, Selbstführung, Selbstorganisation und das selbständige Aneignen von Wissen und Kompetenzen werden immer wichtiger. Über UCC halten Beschäftigte Kontakt zu ihren Teams und organisieren damit auch ihre digitalen Geschäftsprozesse.

Im Gegenzug gewinnen die Mitarbeiter:innen mehr persönliche Autonomie und können beispielsweise Arbeitszeiten und Arbeitsort selbst bestimmen und so besser mit ihrem Privatleben in Einklang bringen. „Der Nine-to-five-Job stirbt aus“, titelte jüngst die österreichische Tageszeitung „Der Standard“. Die Zukunft der Arbeit bietet mehr Freiheit und bedeutet zugleich mehr Eigenverantwortung für alle Beteiligten.

 

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Das Wichtigste zur Zukunft der Arbeit in Kürze

  • Hybride Arbeitsmodelle und die Organisation in virtuellen Teams werden auch nach Corona nicht wieder verschwinden.
  • Die Bedeutung von Virtualisierungstechnologien und vernetzter Kommunikation per UCC nimmt im Berufsleben weiter zu.
  • Viele Beschäftigte möchten Arbeitsort und -zeiten selbst organisieren. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch in der Zukunft fortsetzen.
  • Künstliche Intelligenz und Robotik werden in vielen Bereichen den Menschen entlasten und ganz neue Aufgaben übernehmen.
  • Die Politik muss Voraussetzungen für den digitalen Wandel schaffen und dabei auch die staatliche Verwaltung modernisieren. Die Arbeit der Zukunft ist digital.
  • Führungskräfte müssen die Prinzipien der Digital Leadership erlernen und ihre Teams aus der Ferne sicher und agil führen.
  • Zukunft der Arbeit bedeutet für Beschäftigte mehr Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Lebenslanges Lernen wird integraler Bestandteil der Arbeitswelt von morgen.

 

Wie sehen Sie die Zukunft der Arbeit in Ihrem Unternehmen? Wie verändern sich Ihre Geschäftsprozesse? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.


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