Was ist Artificial Intelligence of Things? So effizient ist die Verknüpfung von AI und IoT

Technologie

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Datum 21.06.2021
Lesezeit 6 Min.

Was ist Artificial Intelligence of Things? So effizient ist die Verknüpfung von AI und IoT

Das Internet der Dinge (IoT) war lange Zeit in aller Munde – doch für viele Versprechen fehlte eine entscheidende Voraussetzung. Durch die Kombination von IoT mit AI ist die größte Herausforderung endlich zu bewältigen: die Auswertung der teils riesigen Datenmengen. Hier erfahren Sie, wie Ihr Unternehmen von AIoT profitieren kann.

 

AIoT: Die Definition des Artificial Intelligence of Things

Der Begriff AIoT setzt sich aus den Abkürzungen AI und IoT zusammen. AI steht für „Artificial Intelligence”, also eine künstliche Intelligenz (KI). IoT ist hingegen die Kurzform von „Internet of Things”, also dem Internet der Dinge.

Der Begriff „künstliche Intelligenz” beschreibt in der Regel einen Teilbereich der Informatik, in dem es um maschinelles Lernen geht. Auch wenn strittig ist, ob tatsächlich von „Intelligenz” gesprochen werden kann; eine sogenannte KI erledigt oft komplizierte oder aufwändige Rechenvorgänge automatisch, die sonst enorme Ressourcen verschlingen würden.

Das Internet der Dinge meint meist die zunehmende Vernetzung verschiedenster Geräte und deren Anbindung an das Internet. Durch IoT können nicht nur Systeme untereinander kommunizieren, sondern auch Menschen mit den Systemen interagieren. Immer kleinere Computer tragen zum Beispiel dazu bei, in immer mehr Bereichen der Produktion Daten zu erheben. Diese fließen an zentralen Stellen zusammen oder werden in Clouds gespeichert. Mehr Informationen zum Internet der Dinge haben wir für Sie in dem Artikel „Was ist IoT” zusammengetragen.

 




YouTube / youknow

 

IoT: Sammlung (manchmal zu) großer Datenmengen

Durch die immer stärkere Verbreitung des IoT stehen Unternehmen immer mehr Daten zu ihren betriebseigenen Prozessen zur Verfügung. Das Ziel: Alle Einzelschritte eines Produktionsprozesses genau zu analysieren, um auf diese Weise effizienter zu werden. In diesem Zusammenhang ist häufig auch von der „Industrie 4.0” die Rede.

Für die Datensammlung sind verschiedene “Dinge” zuständig, die über Sensoren verfügen. Mögliche Messdaten sind beispielsweise Temperatur, Vibrationen, Geräusche, Helligkeit sowie Bilder und Videos. Über das Internet werden diese Daten dann in einer Cloud gespeichert und in der Regel auch mit Hintergrundinformationen verknüpft. Ein Beispiel hierfür ist der Abgleich der Parameter eines fertigen Produktes mit den gewünschten Produkteigenschaften aus einer Datenbank.

Allerdings bringt dies eine große Herausforderung mit sich: Die erhobenen Daten müssen möglichst schnell und möglichst umfassend ausgewertet werden. Nur so kann tatsächlich ein Effekt erzielt werden, der etwa die Effizienz erhöht – und dadurch letztendlich die Produktionskosten senkt. Denn es zeigt sich, dass der alleinige Einsatz von IoT dazu führen kann, dass viele Daten gar nicht oder nur unzureichend ausgewertet und somit sinnvoll genutzt werden.

YouTube / Vodafone Deutschland

Die Vorteile von IoT im Überblick:

  • Genaue Einsicht in alle Bereiche eines Unternehmens kann die Produktivität erhöhen, Innovation fördern und so Wettbewerbsvorteile verschaffen.
  • Die Vernetzung von Geräten und Prozessen stellt die Grundlage für diese Einsichten dar. So werden Analysen automatisiert und die persönliche Kontrolle kann minimiert werden.

Herausforderungen:

  • Eine Vielzahl an vernetzten Geräten führt zu einer großen Menge an Daten, die ausgewertet werden muss.
  • Die Auswertung fordert Zeit und Ressourcen und ist somit selbst relativ aufwändig.
  • Für die richtige Auswertung müssen die Daten mit zugehörigen Ergebnissen verknüpft werden. Auch diese zusätzlichen Informationen kann eine IoT-Lösung im besten Fall selbst liefern.

 

AIoT: Zwei Welten zusammenführen

So funktioniert das Zusammenspiel

Mit AIoT entsteht ein vielversprechendes Zusammenspiel von zwei Systemen: Die IoT-Struktur erhebt Daten, die dann durch eine passende KI sortiert und ausgewertet werden. Die künstliche Intelligenz fungiert also als Schaltstelle, in der die Informationen zusammenlaufen – ähnlich wie das Gehirn, das die Wahrnehmungen des Nervensystems auswertet.

Dadurch ist nicht nur eine schnelle Analyse der Prozesse eines Unternehmens möglich; die KI kann außerdem oftmals die Ergebnisse mit denen anderer Maschinen oder Vorgänge auf der ganzen Welt vergleichen. Auf diese Weise entsteht ein langfristiger Lerneffekt, der im besten Fall die Kosten senkt und zur Umsatzsteigerung beiträgt.

Die Kombination von AI und IoT ist ein gutes Beispiel für eine perfekte Symbiose. Denn die Erhebung von Daten ergibt erst dann Sinn, wenn diese auch richtig ausgewertet werden. Andersherum braucht eine künstliche Intelligenz immer in ausreichendem Maß Daten, um seiner Aufgabe gerecht zu werden.

Praktische Anwendungsgebiete für AIoT

Es gibt zahlreiche Felder, in denen AIoT bereits angewendet wird: So profitiert etwa die Industrie von der sogenannten „vorausschauenden Wartung” (Predictive Maintenance). Hierbei geht es vor allem darum, mögliche Fehler im Vorfeld zu erkennen und so Produktionsausfälle zu vermeiden. Praktisch ist außerdem die Anwendung im Gesundheitswesen: Patienten können dank AIoT aus der Ferne und automatisch überwacht werden. Und auch selbstfahrende Autos werden durch die Kombination von künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge deutlich sicherer.

Die Vorteile von AIoT im Überblick:

  • Schnelle und effektive Auswertung der IoT-Daten
  • Direkter Abgleich mit Ergebnissen ähnlicher Prozesse weltweit
  • Langfristiger Lernprozess zu den firmeninternen Prozessen

Mögliche Effekte von AIoT:

  • Umsatzwachstum und Kostensenkung
  • Steigerung der Innovationsfähigkeit
  • Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit
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Bosch macht es vor: Mit AIoT in die Zukunft

Viele Firmen haben die Vorteile bereits erkannt, die sich aus der Kombination von Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge ergeben. So hat beispielsweise Bosch verkündet, insgesamt bereits 10 Millionen vernetzbare Geräte für den Wohnbereich verkauft zu haben – davon alleine vier Millionen im Jahre 2020. Für das Folgejahr peilt Bosch sogar eine Verdoppelung auf rund acht Millionen an.


Das sogenannte “Bosch Center for Artificial Intelligence” erzielt offenbar bereits nach wenigen Jahren Gewinn: Es trage laut Sven Kahn, Sprecher Unternehmen, Wirtschaft und Finanzen bei Bosch bereits mit knapp 300 Millionen Euro zum Geschäftsergebnis bei. Die Abteilung soll zudem künftig dabei helfen, Bosch zum führenden AIoT-Unternehmen zu machen.

Doch nicht nur große Unternehmen können von AIoT profitieren. Auch Mittelständler haben die Möglichkeit, etwa die Effizienz bestimmter Produktionsprozesse durch den gezielten Einsatz der Technologie zu steigern. Dafür sollten sie ein gewisses Maß an Innovationsbereitschaft mitbringen. Außerdem brauchen Sie ein Expertenteam, das AIoT so zielgerichtet einsetzt, dass es den Ansprüchen der individuellen Situation gerecht wird. Doch der Weg ist eindeutig: Laut SAS (ebenfalls Anbieter von IoT-Lösungen) wird AIoT bis 2022 mehr als 80 Prozent der Projekte ablösen, die bislang ausschließlich auf IoT setzen.

Auch Vodafone engagiert sich umfassend sowohl beim Thema Cloud, als auch im IoT-Umfeld. Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen eine passende Lösung für die Erfassung von Sensordaten und deren intelligente Auswertung.

 

Setzen Sie in ihrem Unternehmen bereits AIoT ein? Haben Sie bereits Erfahrungen mit dem Internet der Dinge oder künstlicher Intelligenz gemacht? Teilen Sie uns Ihre Meinung gerne in einem Kommentar mit.

 

 


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