Google Cloud Platform: Das kann das Plattform- und Computing-Angebot des Suchmaschinenriesen

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Datum 14.04.2022
Lesezeit 7 Min.

Google Cloud Platform: Das kann das Plattform- und Computing-Angebot des Suchmaschinenriesen

Die Google Cloud Platform ist eine Sammlung verschiedener Cloud-Computing-Dienste für Entwickler:innen. Das Angebot umfasst neben cloudbasierten Entwicklungsplattformen vor allem Computing-, Analyse- und KI-Funktionen. Was das Cloud-Angebot von Google alles beinhaltet und wie es im Vergleich mit Microsoft Azure, den Amazon Web Services und der IBM Cloud Platform abschneidet, erfahren Sie hier.

Bereits seit dem Frühjahr 2008 bietet Google Cloud-Dienste für die Allgemeinheit an. Zuvor dienten diese vor allem als Grundlage für hausinterne Angebote wie Google Mail, Drive und die Workspace-Suite. Das Angebot umfasst inzwischen neben den weithin bekannten Dienstleistungen für Software-as-a-Service (SaaS) wie Google Mail auch Dienstleistungen für Plattform-as-a-Service (PaaS) und für Infrastructure-as-a-Service (IaaS) auf Basis der Google Cloud Platform.

Die Abrechnung erfolgt entweder im flexiblen Mietmodell oder basierend auf dem Aufwand. Darüber hinaus ist das Angebot jederzeit skalier- und auch kündbar. Aktuell erzielt Google mit seinen Cloud-Services einen Umsatz von mehr als zehn Milliarden US-Dollar jährlich. Zu den bekanntesten Referenzkunden der Google Cloud Platform zählen Apple, Airbus, PayPal und eBay sowie die REWE-Gruppe. Doch welche Gründe sprechen eigentlich für das Google-System und wie schneidet das Angebot gegenüber Wettbewerbern wie IBM, Microsoft und Amazon ab?

 

Google Cloud Platform: Das steckt dahinter

Die Google Cloud Platform bietet im Wesentlichen (aber nicht nur) die Rechenpower der Google-Server für „fremde” Entwickler:innen an. Diese können dabei verschiedene Dienstleistungen nutzen: sowohl PaaS-Angebote, als auch Infrastruktur-Dienstleistungen (IaaS) oder reine Funktionsaufrufe (FaaS) und sogar Serverless Computing. Auch ein Cloud-Container-System („Containers as a Service”, CaaS) ist dabei.

Zentrale Steuerung: Die Google Cloud Console bietet Zugriff auf alle Cloud-Platform-Services

Damit die Steuerung der Google Cloud Platform und der verbundenen Dienste übersichtlich bleibt, gibt es die Google Cloud Console. Sie bündelt sämtliche Cloud-Platform-Dienste des Suchmaschinenriesen unter einem Dach: Mit ihr können Sie etwa Projekte, den verbrauchten Speicherplatz oder Abrechnungsfragen zentral verwalten. Sie können auch die einzelnen Plattformdienste bequem hinzubuchen oder wieder abbestellen. Außerdem verwalten Sie an dieser Stelle wesentliche Sicherheitsaspekte Ihrer Cloud-Umgebung.

Screenshot der Google Cloud Console

Alles im Blick: Die Google Cloud Console ist das zentrale Verwaltungs-Tool für die Google Cloud Platform.

 

Diese Dienste beinhaltet die Google Cloud Platform

Der Angebotsumfang der Google Cloud Platform ist riesig. Zu den wichtigsten Diensten zählen (in Klammern dahinter das zugehörige Cloud-Modell):

  • Google App Engine (PaaS): Mit Hilfe der Google App Engine können Sie Webanwendungen auf Servern bereitstellen. Zu den unterstützten Programmiersprachen zählen Python, Java, PHP und Go.
  • Google Maps Platform (PaaS): Verwalten Sie hier beispielsweise Fahrtrouten, Lieferketten und standortbezogene Informationen auf Basis von Google Maps.
  • Google Compute Engine (IaaS): Erzeugen Sie mithilfe der Google Compute Engine virtuelle Maschinen, buchen Sie Rechenleistung auf Anforderung oder entscheiden Sie sich für Bare-Metal-Angebote (also beispielsweise dedizierte Server).
  • Google Cloud Storage (IaaS): Als Suchmaschinenbetreiber verfügt Google über eine große Anzahl an Rechenzentren mit vielen Terabyte an Speicherkapazität. Das Google-Cloud-Storage-Angebot bietet nicht nur Cloud-Speicher, sondern ermöglicht Ihnen auch das Hosting umfangreicher Datenmengen – unter Berücksichtigung verschiedenster Sicherheits- und Performance-Aspekte.
  • VPC-Netzwerk (IaaS): Eine Virtual Private Cloud ist ein virtueller privater Rechnerverbund innerhalb der Public Cloud. Er erhält von Google ein eigenes IP-Subnetz und eine virtuelle Kommunikationsstruktur, beispielsweise auf Basis eines VLAN (virtuelles Unternehmensnetz). Die Kommunikation erfolgt üblicherweise verschlüsselt.
  • Google Container Engine (IaaS, FaaS, Containers as a Service (CaaS)): Eigene Cloud-Container werden auf Basis der Google-eigenen Google Kubernetes Engine (GKE) betrieben und verwaltet. Ziel ist die besonders einfache Skalierbarkeit von Anwendungen. Alternativ bietet Google in diesem Zusammenhang die Nutzung von Cloud Run als verwalteter Serverless-Alternative an.
  • Google Cloud Computing (FaaS, Serverless): Analysieren Sie große Mengen an Daten mithilfe riesiger Serverfarmen – und treffen Sie auf Basis von Big Data intelligente(re) Entscheidungen.
  • Google Cloud Vision (FaaS, Serverless): Analysieren Sie mithilfe einer KI- und maschinenlernbasierten API („AutoML Vision”) Bildmaterial und klassifizieren Sie es anhand der von Ihnen vorgegebenen Kategorien.
  • Google Text to Speech (FaaS, Serverless): Verbessern Sie die Kundeninteraktion mit lebensnaher Sprachsynthese. Mehr als 220 Stimmen stehen derzeit in 40 Sprachen und Variationen zur Auswahl.
  • BigQuery (Serverless Computing): Das „Große-Frage“-System (deutsche Übersetzung) richtet sich an Entwickler:innen, die SQL-Abfragen in Datenbanken unterschiedlicher Strukturebenen durchführen wollen. BigQuery ist ein Cloud-Indexsystem auf Basis von Spalten (verschiedene Datenbanken). Andere Systeme ermöglichen lediglich Abfragen auf Basis von Zeilen (Datensätze innerhalb einer Datenbank).

 

Wie erfolgt die Anmeldung an der Google Cloud Platform?

Schon bei der Einrichtung, spätestens jedoch bei der Anmeldung im Google Play Store verlangen handelsübliche Tablets und Smartphones auf Android-Basis die Eingabe (oder Einrichtung) einer Google-Mailadresse (meist mit der Endung @gmail.com).

Diese Mailadresse dient in der Praxis für weit mehr als nur als Empfangs- und Absenderkennung für elektronische Post. Sie ist vielmehr die eindeutige Benutzerkennung, unter der Google nicht nur Gmail, sondern auch sämtliche anderen Google-Cloud-Dienste einer natürlichen Person oder einem Unternehmen zuordnet – darunter auch die Google Cloud Platform. Für die Abrechnung verlangt Google eine Kreditkarte.




Video: YouTube / Google Cloud Tech

 

Die wichtigsten Vorteile der Google Cloud

Neben den üblichen Vorteilen cloudbasierter Anwendungen wie eine jederzeitige, weltweite Verfügbarkeit, Sicherheit gegen Ausfälle, Verschlüsselung und flexible Mietmodelle bietet die Google Cloud Platform noch mehr. Sie kann bei der Umsetzung verschiedenster Vorhaben wertvolle Unterstützung liefern, so zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, Datenanalyse, Maschinenlernen, Sicherheit und App-Entwicklung. Zu den wichtigsten Vorteilen der Google Cloud Platform (und der Google Cloud insgesamt) für Unternehmer:innen zählen:

  • Moderne(re) Infrastrukturen schaffen: Eigene Server für SAP, Oracle oder Windows sind mit der Google Cloud Platform in vielen Unternehmen nicht mehr notwendig: Sie lassen sich in die Cloud verlagern und dort quasi beliebig skalieren. Die Migration geschieht nach Google-Angaben besonders einfach und schnell.
  • Produktivität und Zusammenarbeit verbessern: Der Google Workspace als Teil der Google Cloud beinhaltet Produktivitäts-Tools wie Google Mail, den Google-Kalender und Google Meet. Außerdem bietet er Google-eigene Online-Versionen beliebter Office-Programme wie Word, Excel und PowerPoint.
  • Datenbanken online bereitstellen, verwalten und analysieren: Auch die Zeiten, in denen Datenbanken inhouse oder in gemieteten Racks gespeichert wurden, können Sie mithilfe der Google Cloud Platform hinter sich lassen.
  • Anwendungen modernisieren: Die Google Cloud Platform ermöglicht es, herkömmliche (Legacy-)Anwendungen in die Cloud zu portieren und dort flexibel zu skalieren
  • Sicherheitsaspekte verbessern: Nutzen Sie die Sicherheitsfunktionen der Google Cloud Platform, um Online-Bedrohungen zu identifizieren und Ihr Unternehmen besser vor Cyber-Attacken zu schützen.
  • Plattformbasierte Analysen durchführen: Gerade im komplexen geschäftlichen Umfeld sind Business-Intelligence-Analysen für eine starke Marktposition unverzichtbar. Die Google Cloud Platform bietet hierfür eine passende Umgebung und die nötige Rechenpower.
  • KI- und Machine-Learning-Anwendungen nutzen: Ebenso wichtig wie Big-Data-Analysen sind inzwischen KI- und Machine-Learning-Verfahren, beispielsweise zur Mustererkennung. Die Google Cloud Platform bietet hierzu entsprechende Umgebungen mit dafür eingespielten Algorithmen.
  • APIs und Anwendungen erstellen und flexibel nutzen: Indem Sie vorhandene Daten mit Programmierschnittstellen (APIs) erweitern, nutzen Sie das volle Potenzial der Vernetzung mit anderen Anbietern, Herstellern oder Zulieferern über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg.

 

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Welche Einsatzfelder und Branchen bedient die Google Cloud Platform?

Mit den genannten allgemeinen Vorteilen der Google Cloud Platform zielt das Angebot laut Google insbesondere auf diese Branchen und Anwendungsbereiche ab:

  • Einzelhandel: Wer heute im Einzelhandel tätig ist, muss die gesamte Wertschöpfungskette im Blick haben und fortlaufend optimieren. Moderne Cloud-Services können dabei wertvolle Dienste leisten.
  • Finanzdienstleistungen: Gerade der Finanzmarkt ist in den letzten Jahren noch schnelllebiger geworden. Wer heutzutage noch attraktive Renditen erwirtschaften und konkurrenzfähige Leistungen in diesem Bereich anbieten will, kommt um künstliche Intelligenz und Co. kaum herum.
  • Gesundheitswesen und Biowissenschaften: Nicht erst die Pandemie zeigt die Notwendigkeit, die Effizienz und Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens weiter zu verbessern. Auch die Forschung profitiert von schnelle(re)n Auswertungen.
  • Medien- und Unterhaltungsbranche: Wer keinen hervorragenden Content in bester Qualität bereitstellt, fällt schnell im Wettbewerb zurück. Ohne Cloud und verteilte Infrastrukturen geht hier wenig.
  • Gaming-Sektor: Auch hier gilt: Wer Spieler global vernetzen will und neue Entwicklungsansätze verfolgt, braucht Cloud-Services wie die von Google.
  • Öffentliche Verwaltung: Hier hat sich bereits viel getan, doch auch auf dem Weg zur digitalen Behörde führt kaum ein Weg an Cloud-Diensten vorbei.
  • Fertigungsbereich: Edge Computing, Smart Data und künstliche Intelligenz im Internet der Dinge: Kaum ein Bereich ist derart disruptiven Veränderungen unterworfen und gefordert wie die Fertigung mit ihren Just-in-time-Produktionszyklen und weltweiten Lieferketten. Sie ist besonders auf Cloud-Services, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge angewiesen.

 

Wo befindet sich die Google Cloud? Die Frage nach dem Serverstandort und der DSGVO

Nach Google-Angaben werden die Daten, die Kunden in die Google-Cloud hochladen, gemäß dem Industriestandard SOC 2/3 gesichert (Stand: April 2022). Die zugehörige Zertifizierung besagt, dass verschiedene Maßnahmen zur Absicherung der Daten getroffen werden. Hierzu gehören eine logische und physische Sicherheit der Datenzentren, wirksame Maßnahmen zum Umgang mit unerwünschten Vorfällen, Mechanismen zum Datenschutz und vieles mehr. 

Hinsichtlich der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird seitens Google die Konformität zumindest zugesichert. Der Anbieter weist jedoch explizit darauf hin, dass sich Google-Server auch außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) befinden, was in einigen Unternehmen zu Compliance-Schwierigkeiten führen kann. Explizite Serverstandorte sichert Google im Gegensatz zu anderen Anbietern insgesamt nicht zu, auch wenn Sie diese teilweise in den Produkt-Optionen der Google Cloud Platform anwählen können.

 

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Die Abrechnungsmodelle in der Google Cloud

Google-Cloud-Preise: Abrechnung nach Zeit, Rechenleistung oder Datenvolumen

Wer sich für das Angebot der Google Cloud Platform entscheidet, erhält zunächst ein gewisses Guthaben, um die angebotenen Services auszuprobieren. Außerdem wirbt Google (Stand: April 2022) damit, mehr als 20 Produkte dauerhaft kostenlos beziehungsweise inklusive anzubieten.

Im Rahmen des sogenannten „Pay as you go”-Modells zahlen Kunden darüber hinaus in der Cloud-Plattform ausschließlich für die Dienste, die sie auch tatsächlich nutzen. Etwaige Einrichtungsgebühren entfallen ebenso wie eventuelle Mindestvertragslaufzeiten (von Ausnahmen abgesehen).

Obwohl das Preisgefüge aufgrund seiner Granularität als fair zu bezeichnen ist, kann es aus ebendiesem Grund auch verwirren. Google hat tatsächlich für jeden einzelnen Plattformdienst ein eigenes Preismodell aufgestellt. Hinzu kommt innerhalb der Modelle jeweils ein eigener Preis pro verwendetem Rechner, Anzahl der CPU-Kerne, verbautem Speicher und so weiter. Die Idee scheint also grundsätzlich zu sein, dass der Kunde zunächst die benötigten Services konfiguriert und sich dann im Rahmen des Test-Budgets oder mit Hilfe des Angebotsrechners für eine dauerhafte oder echte, zweckbezogene Nutzung entscheidet.

Mit dem Google Cloud Pricing Calculator ein Angebot erhalten

Um etwas mehr Licht in die Vielfalt der Einzelpreise für die Google Cloud Platform zu bringen, gibt es den Google Cloud Pricing Calculator. Hier wählen Sie zunächst einen der angebotenen Dienste. Anschließend legen Sie verschiedene Parameter dieses Dienstes fest, wie beispielsweise die Anzahl benötigter Instanzen, das verwendete Betriebssystem, die Rechenleistung und vieles mehr. In einigen Fällen können Sie sogar den Serverstandort bestimmen oder sich anstelle des flexiblen Abrechnungsmodells für ein Abo inklusive Verwaltung durch Google entscheiden. Am Ende steht dann ein Angebot beziehungsweise eine Einschätzung, was die von Ihnen benötigte Leistung kosten wird.

 

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Die Google Cloud Platform als Teil des Google-Cloud-Angebots

Bei der Vielzahl an Diensten und Preismodellen, die Google anbietet, ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Während sich die Google Cloud Platform vornehmlich an Entwickler:innen richtet, die ein bestimmtes Vorhaben umsetzen wollen, dient der Google Workspace vor allem der Verbesserung der Produktivität. 

Das Google-Cloud-Storage-Angebot wiederum richtet sich an Privat- und Geschäftskunden mit Speicherbedarf in der Cloud. Die Grenzen verschwimmen allerdings insofern, als dass Sie gebuchten Speicherplatz in der Google-Cloud sowohl für Entwicklungszwecke als auch für die reine Dateiablage nutzen können.

Google Workspace: Mails, Office-Anwendungen und Kommunikation

Für Geschäftskunden mit mehreren Arbeitsplätzen bietet das Workspace-Angebot von Google ebenfalls die oben genannten Funktionen – allerdings erfolgt die Abrechnung hier pro Nutzer:in und nach genutztem Speicherplatz. Im Gegensatz zum Konto für Privatanwender ist für die geschäftliche Nutzung mit mehreren Anwender:innen eine entsprechende Lizenz je nach Anzahl benötigter Zugänge erforderlich.

Der Workspace ist genau wie die Google Cloud Platform Teil des Google-Cloud-Angebots. Enthalten sind unter anderem Dienste wie das bekannte Gmail (Google Mail), Google Meet (Videokonferenzen), Google Chat (zuvor: Hangouts) und Online-Versionen bekannter Produktivitäts-Lösungen wie Microsoft Word, Excel und PowerPoint und entsprechende Kollaborationsfunktionen.

 

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AWS, Azure und IBM Watson: Alternativen zur Google Cloud im Vergleich

Die Google Cloud im Vergleich mit Amazon Web Services (AWS)

Im magischen Quadranten von Gartner liegen die Amazon Web Services bezogen auf Infrastruktur-Dienstleistungen (IaaS) weit vor dem Google-Angebot. Sowohl was die technologische Führerschaft als auch die Weiterentwicklung der Dienste angeht, scheint Amazon Google überlegen zu sein. Dennoch bleibt festzuhalten, dass beide neben Microsoft als die größten Player in der Cloud-Branche anzusehen sind.

Wenn es um die Frage geht, welcher Anbieter insgesamt „besser” sei, gibt es keine eindeutige Antwort. Letztlich sind viele der Entscheidungskriterien für oder gegen eine bestimmte Plattform häufig subjektiv oder von Compliance-Vorgaben, Vertrauensfragen und anderen, teils weichen Faktoren geprägt. Festzuhalten ist aber, dass Amazon in vielen Bereichen derzeit günstiger ist als Google. Vom Funktionsumfang her liegt Amazon aktuell ebenfalls vorn.

 

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Google Cloud im Vergleich mit Microsoft Azure

Microsoft zählt mit seinem Azure-Angebot wie Google und Amazon auch zu den weltweit führenden Cloud-Anbietern. Sie alle berichten immer wieder von beeindruckenden Wachstumszahlen des Cloud-Computings. Auch bei Microsoft bewegen sich die jährlichen Umsatzzahlen diesbezüglich konstant im zweistelligen Milliardenbereich.

Auffällig ist allerdings, dass Microsoft serverseitig in beinahe doppelt so vielen Regionen wie Google unterwegs ist (knapp 60 gegenüber etwa 30) und mehr als doppelt so viele sogenannte Zonen anbietet (140 gegenüber 60). Im Bereich des VPC (Virtual Private Computing) wiederum scheint Google verglichen mit Microsoft die Nase vorn zu haben, da es flexibler skalier- und konfigurierbar ist. 

Was die Preisgestaltung angeht, gibt es wegen der vielen unterschiedlichen Produkte und Detailaspekte bezüglich der konkreten Anforderungen an die Cloud keinen klaren Sieger. Es kommt also auch bei der Frage „Google oder Microsoft?” wie so oft auf den benötigten Funktionsumfang und weitere projektspezifische Faktoren an.

 

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Google Cloud im Vergleich mit der IBM Cloud

Mit einem Marktanteil von etwa sechs Prozent in 2020 spielt auch IBM in der Liste der führenden Anbieter von Cloud Services mit. Das Unternehmen konnte sich vor allem mit seiner beeindruckenden KI-Plattform Watson und Chatbots für Websites einen Namen machen. Vor allem bietet die IBM Cloud Vorteile für Kunden, die bereits über IBM-Produkte verfügen und in die Cloud migrieren wollen.

Obwohl die IBM Cloud erst 2011 gelauncht wurde und zunächst hinter den drei anderen genannten Anbietern zurückfiel, brachte die Akquise von Linux-Distributor und Softwareanbieter Red Hat wohl den entscheidenden Durchbruch. Bis heute gilt die IBM Cloud mit ihrer professionellen Implementierung, dem breiten Funktionsumfang und den vielfach erfolgten kundenspezifischen Anpassungen als echter Geheimtipp – allerdings nicht unbedingt als das günstigste Angebot.

Wie Google mit seiner Cloud-Plattform insgesamt im Vergleich mit der Konkurrenz abschneidet, zeigt folgende tabellarische Übersicht:

Ausklappbare Informationsgrafik

Die Google Cloud Platform, die IBM Cloud, Microsoft Azure und Amazon AWS haben jeweils eigene Stärken und Schwächen.

 

Das Wichtigste zur Google Cloud Platform in Kürze zusammengefasst

Bis auf gelegentliche Zwischenfälle gilt die Google-Cloud als vergleichsweise zuverlässig und sicher. Ein solcher Vorfall war beispielsweise der Incident #19012 im Dezember 2019: Dabei kam es zu zeitweisen Ausfällen von SSD-Platten in einzelnen Rechenzentren und Hackerangriffen auf Google-Dienste. Das Problem konnte jedoch relativ schnell behoben werden. Nennenswerte Datenverluste gab es nicht.

Über die Jahre sind zur Google Cloud immer mehr Dienste hinzugekommen. Die Google Cloud Platform als Teil dieses Angebots richtet sich vornehmlich an Entwickler:innen mit speziellem Bedarf im Bereich App-Entwicklung, künstliche Intelligenz und Cloud Computing allgemein.

Insgesamt ist die Google Cloud Platform wie auch die Google Compute Engine vor allem für Unternehmen mit wenig Beratungsbedarf und überschaubaren Sicherheitsanforderungen eine gute Wahl. Das kostenlose Startguthaben, die Inklusiv-Dienste und die faire Abrechnung dürften so manches Entwicklerteam von der Google Cloud Platform überzeugen. Trotzdem lohnt es sich, im Cloud-Umfeld auch auf die Angebote von Microsoft, IBM und Amazon einen Blick zu werfen. 

Sie haben Fragen dazu? Wir helfen Ihnen gern. Und übrigens: Die verschiedenen Google-Dienste aus anderen Bereichen und deren zugrunde liegenden Technologien stellen wir Ihnen in vielen spannenden Beiträgen auch an anderer Stelle hier im V-Hub vor. 

 

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Nutzen Sie bereits die Google Cloud Platform, oder vertrauen Sie lieber auf die Angebote von Microsoft, IBM oder Amazon? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

 


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