GPS-Tracker: Alles zur Funktionsweise, Features und Einsatzbereichen

Technologie

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Datum 13.01.2022
Lesezeit 7 Min.

GPS-Tracker: Alles zur Funktionsweise, Features und Einsatzbereichen

Sie sind klein, leicht, mobil und erlauben eine schnelle und exakte Standortbestimmung: GPS-Tracker werden in immer mehr Geräten verbaut, um schnell die eigene Position oder den Aufenthaltsort von Lkw, Pkw, Motorrädern oder hochwertigen Fahrrädern zu bestimmen. Auch zum Aufspüren von gestohlenem Industriegut oder Baumaschinen, sowie hilflosen Personen oder entlaufenen Haustieren kommen die praktischen Ortsfinder längst zum Einsatz. 

Wie die Technik funktioniert, welche Einsatzgebiete es gibt und welchen Nutzen Ihr Unternehmen von GPS-Trackern hat, lesen Sie hier.

IoT Tracker: Lösungen für Ihr Business

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Eine Plattform – drei Lösungen: Vodafone IoT Tracker bietet Ihnen maßgeschneiderte Optionen für Ihre Pkw, Nutzfahrzeuge und sogar Güter.

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Was ist ein GPS-Tracker?

Ein GPS-Tracker ist ein Gerät, das mittels Satelliten-Peilung seine eigene Position bestimmt und diese Position per Mobilfunk an seinen Besitzer sendet. GPS-Tracker sind nach dem US-Satellitensystem GPS (Global Positioning System) benannt.

Wie funktioniert ein GPS-Tracker?

Ein GPS-Tracker bestimmt seine Position, indem er Zeit- und Positionssignale von mehreren GPS-Satelliten empfängt. Der Tracker vergleicht die Laufzeiten der Satellitensignale und kann so seine Entfernung zu den einzelnen Satelliten berechnen. Empfängt er Signale von drei oder mehr Satelliten, kann er per sogenannter Trilateration seine Position auf der Erdoberfläche bestimmen. Ab dem vierten Satelliten funktioniert das System äußerst exakt. Das seit 1995 voll funktionsfähige GPS-Satellitennetz erlaubt seit dem Jahr 2000 auch für die zivile Nutzung eine Ortsbestimmung bis auf etwa 10 Meter genau.

 




YouTube / Sonnenseite

 

Positionsbestimmung auch unter schwierigen Bedingungen möglich

Mittlerweile gibt es neben den GPS-Satelliten des US-Verteidigungsministeriums auch andere Peilmethoden:

  • Das europäische Galileo-Satellitensystem
  • Die russischen Glonass-Satelliten
  • Das Beidou-Satellitensystem aus China
  • Die Ortsbestimmung über umliegende Mobilfunk-Sendeanlagen
  • Die Positionsermittlung über umliegende WLAN-Netze und Hotspots

Die kombinierte Positionsbestimmung mittels Satelliten und weiteren ortsgebundenen Systemen bezeichnen Experten als Assisted Global Positioning System (A-GPS). Viele aktuelle Smartphones und Smartwatches „verstehen“ zugleich GPS, Glonass, Galileo und Beidou und peilen zusätzlich per A-GPS. So ist auch dann noch eine Ortsbestimmung möglich, wenn beispielsweise Bäume, Berge oder Häuser die Peilung durch bestimmte Satelliten verhindern.

 

IoT-Plattform und Device Management

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Diese GPS-Tracker-Arten gibt es

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von GPS-Trackern. Die Miniaturisierung und ein immer geringerer Stromverbrauch der Ortungstechnik spielen hierbei eine zentrale Rolle und eröffnen neue Anwendungsszenarien. Die Mehrzahl der Smartphones, Smartwatches und viele weitere digitale Endgeräte fungieren dabei als selbstständige GPS-Tracker. Über die jeweilige Geräteverwaltung können Sie so bei Verlust den Aufenthaltsort beispielsweise Ihres Handys ermitteln.

GPS-Tracker für Autos, Fahrräder und weitere Fahrzeuge

Fest verbaut im Fahrzeuginneren, oder zum Anschließen an USB-Port oder OBD-Buchse: Es gibt viele Möglichkeiten, GPS-Tracker auch im Pkw oder Wohnmobil, am Motorrad, Roller oder am Fahrrad oder E-Bike zu verbauen. Entsprechende Systeme gibt es bereits im Handel. Auch Versicherer haben den Nutzen von GPS-Trackern längst erkannt und bieten beispielsweise E-Bike-Versicherungen mit zugehörigem GPS-Tracker an.

Für Pkw und Lkw sind die Systeme häufig Teil von Flottenmanagement-Lösungen, die die Positionsbestimmung mit weiteren Funktionen verbinden. Mehr dazu lesen Sie unter GPS-Tracker für Fuhrparks (Cars & Vans).

 

Modernes Flottenmanagement dank IoT

Modernes Flottenmanagement dank IoT

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GPS-Tracker für Menschen und Haustiere

Ob beim Joggen, Wandern oder Segeln: Das GPS-Tracking bietet viele Einsatzgebiete, zum Beispiel in der Smartwatch mit GPS-Tracker. Aber auch GPS-Tracker für Senior:innen mit Demenz sind eine wertvolle Hilfe. Sie sind bequem am Handgelenk zu tragen, haben lange Akkulaufzeiten und informieren selbständig die Angehörigen, wenn die demente Person sich verläuft. Als Sonderbauform gibt es GPS-Tracker, die fest in Schuhsohlen verbaut sind – gedacht für Personen, die das Mitnehmen ihres mobilen Trackers vergessen. Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat bereits in einem Fall geurteilt, dass die Kosten für GPS-Tracker bei Personen mit Einschränkung und Weglauftendenz als Hilfsmittel gemäß § 33 SGB V von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden müssen.

Auch Haustierbesitzer:innen setzen auf GPS-Tracker für Hunde und Katzen als Halsbandlösung, etwa für Tiere, die häufig von zu Hause weglaufen. Die in den Medien immer wieder angesprochenen GPS-Implantate für Haustiere gibt es hingegen noch nicht. Da GPS-Tracker eine minimale Baugröße und einen bestimmten Energiebedarf haben, gibt es bisher nur passive RFID-Chips als Implantate. Diese senden kein Positionssignal, sondern melden lediglich ihre Seriennummer zurück, wenn sie von außen im unmittelbaren Nahbereich angefunkt werden.

 

GPS-Tracker für Pferde und Nutztiere

Was einst die gute alte Kuhglocke leistete, schafft im Internet-Zeitalter der GPS-Tracker für Kühe, Schafe, Pferde und andere Nutztiere sogar lautlos und vielen interessanten Funktionen. Entsprechende Ortungs-Systeme werden mit großem Akku, digital überwachtem Geo-Fencing und Langzeit-Tracking angeboten. Damit können beispielsweise Bergbäuer:innen nachvollziehen, welche Almen ihre Tiere in den letzten 90 Tagen besonders stark beweidet haben. Aber auch für Reitpferde, die beispielsweise bei einem Unwetter aus Angst die vertraute Koppel verlassen und dabei selbst über hohe Zäune springen, ist ein alarmierender GPS-Tracker für das Wiederfinden nützlich.

 

GPS-Tracker in der Industrie: Asset Tracking und Co.

Ausklappbare Informationsgrafik

GPS-Tracker für Fuhrparks (Cars & Vans)

Als Diebstahlschutz sind fest und unauffällig im Auto verbaute GPS-Tracker bereits vielfach bewährt. Doch GPS-Tracker und die damit verbundene Software können weitaus mehr, als nur bei Bewegung Alarm zu schlagen. Im digitalen Flottenmanagement für Lkw

  • besteht jederzeit volle Transparenz zu Status und Aufenthaltsort aller Fahrzeuge,
  • können alle Fahrten in Echtzeit erfasst und protokolliert und Arbeitsabläufe und Routen so optimiert werden,
  • werden per Software digitale Tageskontrollblätter und Fahrtenbücher automatisiert geführt,
  • wird Kund:innen automatisiert mitgeteilt, wann das Lieferfahrzeug bei ihm eintrifft und entsprechend ein Slot an der Verladerampe vorgebucht,
  • werden über zusätzliche Sensoren weitere Fahrzeugkennwerte überwacht, etwa das Öffnen der Hecktüren oder die Laderaumtemperatur bei Kühlfahrzeugen,
  • werden ausreichende Pausen- und Wochenendzeiten und damit die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften sicher nachgehalten.

Die Pkw-Flotten, etwa im Vertrieb oder Kundendienst Ihres Unternehmens können Sie per GPS-Tracker überwachen. Sie möchten Ihren Kund:innen eine Rückmeldung geben, wann Ihr Lieferfahrzeug oder Ihr Kundendienstmitarbeiter voraussichtlich eintreffen werden? Über das Ortungsgerät GPS-Tracker und die damit verbundene Software schätzen Sie Wege- und Ankunftszeiten. Sie möchten ein Mietfahrzeug gegen die Nutzung in nicht hierfür freigegebene Länder oder Regionen sichern? Geo-Fencing alarmiert Sie, sobald Ihr Kfz den vorher eingestellten Bereich verlässt.

GPS-Tracker für Bagger und Co. (Utility Vehicle Tracker)

Diebstahlschutz per Utility Vehicle Tracker ist auch auf Baustellen ein wichtiges Thema.  Dies gilt besonders bei einem Einsatz wertvoller Maschinen auf nur unzureichend bewachten Baustellen und die damit einhergehenden Versicherungsrisiken. Vor der zunehmenden Verbreitung von GPS-Trackern in Baufahrzeugen lag die Wiederauffindungsquote entwendeter Baumaschinen in den Jahren 2009 und 2010 laut Bundeskriminalamt bei unter 30 Prozent. GPS-Tracker erlauben hier eine lückenlose Erfassung wertvoller Geräte, sowohl auf dem eigenen Betriebsgelände als auch auf der Baustelle.

GPS-Tracker für Container und Güter (Assets & Products Tracker)

Die Tarife für Container, Frachten und Beifrachten unterliegen immer größeren Schwankungen. Preise variieren je nach Route, Container- und Stellplatzverfügbarkeit oder Wartezeiten an Grenzen, Verladeanlagen und anderen Logistikschnittstellen. Auch Transportzeiten und Termintreue sind heute ein wichtiges Thema. Für Frachtversender, Logistiker und andere Transportdienstleister bedeutet dies: Wer mittels „GPS-Tracking for Shipping Containers“ schneller Überblick über seine eigenen Flotten und Güterströme und die Preisentwicklungen am Markt hat, kann Frachten und Routen optimal buchen und günstige Transportgelegenheiten nutzen.

Zugleich sind GPS-Tracker nicht nur für Container mit hochwertigen Frachten auch eine Form des Diebstahlschutzes. Die TAPA (Association for the Protection of Transported Assets) stellt hierzu in einer Studie zum Containertransport fest, dass es im Jahr 2018 zu 4.000 Warendiebstählen vor allem in Deutschland, im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden kam. Dies bedeutet laut TAPA einen Anstieg von 38,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Neben Schließsystemen, Alarmanlagen und integrierten Kameramodulen sind GPS-Tracker ein wichtiger Baustein in der Sicherungskette für Frachtcontainer. Die hierfür notwendige Energieversorgung kann über Akkus sichergestellt werden. Sogenannte Integralcontainer verfügen zudem über externe Stromanschlüsse, über die auch die Kühlung versorgt wird. Die Stromversorgung für GPS-Tracker wird hiervon einfach abgegriffen und per Akku gesichert. Das ermöglicht extrem lange Einsatzzeiten von GPS-Trackern in Containern.

 

Die Vorteile von GPS-Trackern im Überblick

  • Das GPS-Tracking ist eine etablierte und günstige Peil-Technik mit immer mehr Einsatzgebieten.
  • Durch die Erweiterung zu A-GPS und die Nutzung mehrerer Satellitensysteme haben sich Genauigkeit und Zuverlässigkeit in den letzten Jahren erheblich gesteigert.
  • Die Industrie setzt das Tracking von Fahrzeugen oder Containern bereits ein.
  • Mit GPS-Trackern überwachen Sie Ihren Fuhrpark zu jeder Zeit, dokumentieren Fahrten und behalten den Überblick über Standorte und Routen.
  • Den Überblick über Ihre in GPS-Trackern und anderen Geräten verbauten SIM-Karten behalten Sie mit entsprechenden Industrielösungen mit Self-Service-Tool.

 

Verwenden Sie selbst bereits GPS-Tracker in Ihrem Unternehmen? Wo setzen Sie diese ein und welche Werte sichern Sie hiermit ab? Schreiben Sie uns gerne dazu in den Kommentaren.

 


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